17 November 2009 - 16:51Aufgeblasene Stichprobe
Die Personalberatung IFOK GmbH veröffentlichte diesen Monat eine Studie ĂŒber das Thema Social Media und Personalarbeit. Die befragten Personalverantwortlichen zeichneten dabei ein Bild vom Umgang mit Social Medias im Betrieb, wie man ihn sich vorstellen konnte. Die meisten Personaler (60%) nutzten Netzwerkplattformen, Microblogging, etc. zumindest einmal zu Rekrutierungszwecken. WĂ€hrend die Bildung der Arbeitgebermarke im Internet oder ein strategischer Umgang mit Social Media im HR-Bereich kaum eine Rolle spielt.
Unschön an dieser Studie fand ich eine Sache. In einer Mail an mich wurde von 800 befragten Personalverantwortlichen gesprochen, genauso in der Zusammenfassung der Studie auf der Internetseite von IFOK. Schaut man sich die Langfassung an, liest man auf einmal: “Die Kurzstudie basiert auf einer Online-Befragung von 800 Personalexperten in Deutschland. Die RĂŒcklaufquote betrug mit 133 Teilnehmenden 17 Prozent.” Die Umfrage basiert auf den Antworten von 133 Personalverantwortlichen und nicht wie suggeriert auf den Antworten von 800. Soll das ein Marketing-Geck sein? Ich schreibe demnĂ€chst auch 1000 Personalverantwortlich an und wenn nur 10 antworten, spreche ich auch von 1000 Befragten.
Ich musste mich sehr ĂŒber dieses kĂŒnstlich Aufblasen der Stichprobe wundern, da die GĂŒte einer Studie nicht nur von der Anzahl der Befragten abhĂ€ngt. Besser wĂ€re es doch die EffektstĂ€rken anzugeben. Dadurch hĂ€tte man das vermeintliche Problem gelöst eine “zu kleine” Stichprobe zu haben.
Christian Reiss | No Comments | Tags: Allgemein
