In einem aktuellen Artikel des Journals of Organizational Behavior beschreiben die Autoren Todd J. Maurer, Jerry M. Solamon und Michael Lippstreu ein Experiment, bei dem sie die Reliabilität und die Validität von Einstellungsinterviews erhöhen konnten.
Mit Einstellungsinterviews versucht nahezu jedes Unternehmen zu entscheiden, ob ein Bewerber die nötigen Kompetenzen für eine Stelle hat, oder nicht. Strukturierte Interviews sind dabei das Mittel der Wahl, um möglichst objektiv die Bewerber bewerten zu können. Interviewer werden zu diesem Zweck geschult und manchmal gibt es sogar zwei Interviewerm die einen Bewerber bewerten. Für die Interviewerseite wird alles getan, damit Meßfehler so klein wie möglich gehalten, die Kompetenzen des des Bewerbers so genau wie möglich ermittelt werden.
Die Autoren der Studie gehen der Frage nach, was man tun kann, damit der Bewerber gut auf das Interview vorbereitet ist. Damit ist nicht eine Vorbereitung a la “Lächeln, Kostüm anziehen, Augenkontakt halten” gemeint, das würde die Meßfehler auch eher vergrößern. Gemeint ist ein Coaching der Bewerber, das Ihnen den Interview- und Bewerbungsprozess erklärt, um so deren Ängste vor dem Interview zu nehmen. Noch wichtiger ist es, den Bewerber so auf die Fragen vorzubereiten, dass er auch “richtige” Antworten gibt und nicht Dinge verschweigt, die dem Interviewer wichtig sind. Es geht um das wahre Können des Bewerbers, das der aus unterschiedlichen Gründen nicht immer in der Interviewsituation preis gibt. (weiterlesen…)
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