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26 Juni 2008 - 12:31Schwer verdientes Geld wird nicht riskiert

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Arbeits- & Organisationspsychologie (2008(2), 91 – 96) beschreibt Stephan Muehlbacher in seiner Studie zwei Experiemte, die auf dem ersten Blick nichts mit Personalarbeit zu tun haben, deren Ergebnisse auf den zweiten Blick aber schon Relevanz für die Personalarbeit besitzen.

In der Studie geht es darum, ob Arbeitnehmer eher Steuer hinterziehen, wenn sie ihr Geld hart erarbeitet haben, oder wenn sie ihr Geld leicht verdienen. Ein wichtiger Faktor bei Steuerhinterziehungen ist natürlich das Risiko erwischt zu werden. Dieses Risiko wurde den Versuchteilnehmern mitgeteilt. Die Chance und das Risiko Geld durch Steuerhinterziehung zu gewinnen, oder zu verlieren war bekannt.

Es zeigte sich, dass man bei schwer erarbeitetem Geld eher das Risiko scheut erwischt zu werden und im Endeffekt weniger Geld zu haben, als wenn man ehrlich gewesen wäre. Leicht verdientes Geld wird eher riskiert. Die Annahme, dass gerade diejenigen, die ihr Geld schwer erarbeiten, versuchen noch schnell leichtes Geld zu bekommen, indem sie Steuer hinterziehen, kann man zurückweisen, da in diesem Falleine größere Risikoaversion zu tragen kommt.

Ein Fazit ist also: Schwer erwirtschaftetes Geld wird nicht riskiert.

Ein Fazit, das auch im Personalbereich zu beachten ist. (weiterlesen …)

Christian Reiss | 1 Comment | Tags: Allgemein, Retention Management