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24 Oktober 2008 - 14:21Die MBTI Konferenz

Ich bin kein großer Anhänger des MBTI, habe aber auch nur einmal mit ihm gearbeitet, deswegen soll dies kein abschliessendes Urteil sein. Es gibt eine Unzahl von MBTI-Verfechtern, gerade in Amerika. Kein Wunder, dass dort auch die MBTI Konferenz stattfindet. Wer sich für die neusten Einsichten und des Testverfahrens interessiert, der kann im MBTI-Blog die Konferenz mitverfolgen.

Die Typologie des MBTI ordnet Menschen in 16 verschiedenen Klassen ein. Eine erstaunliche Analogie fand ich in dem Blog, die aus einer Präsentation der Konferenz übernommen wurde: So wie es beim Computer verschiedene Betriebssysteme gibt, so gibt es auch 16 unterschiedliche “menschliche” Betriebssysteme. Deswegen wäre es kein Wunder, wenn unterschiedliche Betriebssysteme Schwierigkeiten bei der Kommunikation hätten…  

Da liegt die Schlussflogerung doch nahe, dass ein Unternehmen nur noch ein und denselben Typen recrutiert. Dadurch gibt es keine Kommunikationsprobleme mehr. Vielleicht wird der Diversity Manager arbeitslos, aber der hatte wahrscheinlich sowieso das ESTP “Betriebssystem” und nicht das erwünschte INTJ.

Christian Reiss | 2 Comments | Tags: Testverfahren

Comments:

  1. Ich denke, die Schlussfolgerung widerspricht genau dem Gedankengut des MBTI. Denn gerade beim MBTI geht es im Gegensatz zu vielen anderen Typologieinstrumenten darum, die Vielfältigkeit in Teams und Abteilungen zu erkennen und damit umzugehen.
    Ich persönlich arbeite fast ausschließlich mit Technikerinnen und Techniker. Wenn ich bei Teamentwicklungsprojekten den MBTI einsetze, stehe ich meist vor einem Problem: Technisch, analytisch oder wissenschaftlich arbeitende Personen haben meist das Profil ISTJ oder ESTJ.
    Also mit einer sehr starken Ausprägung auf Fakten. Meine Aufgabe ist es dann, die die “Schattierungen” der einzelnen Profile herauszuarbeiten, um ein schlagkräftiges Team zu formieren. Fazit: Hat man im Team sehr viele gleiche Profile, ist man trotzdem nicht vor Kommunikationsproblemen gefeit.

  2. @ A. Reisbauer: Es tönt theoretisch schön: Teams werden ideal zusammengestellt. Nun kündigt ein “ideales” Teammitglied. Der Markt bietet aber keinen geeigneten “idealen” Ersatz, dafür einen oder mehrere “Topshot/s” von der Konkurrenz, der/die dem Idealprofil nach MBTI nicht entsprechen. Und die Linie drängt, denn es stehen Projekte und Termine mit Konventionalstraf-Vereinbarung in die Problematik. Wartet man nun auf den “idealen” Bewerber oder rauft man sich zusammen? Und was, wenn der Neue auch neue Masstäbe setzt, die letztlich das bisherige Team in Frage stellen?
    Thor Heyerdahl soll für das Experiment Kontiki, Leute mit zwar ähnlichen beruflichen Voraussetzungen gesucht haben, aber sie mussten von ganz unterschiedlicher Herkunft und Erfahrung sein – das Team musste relativ lange auf engstem Raum zusammenleben. Die durften einander nicht schon nach der ersten Tagen auf den Wecker gehen…

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