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23 Mai 2008 - 18:03eLearning und Humor

Nicht jeder Tag ist 1. April, aber Humor ist ja auch, wenn man trotzdem lacht, und Anlässe dafür gibt es nicht nur am 1. April. Neben dieser selbsttherapeutischen Variante, zu der sicherlich gelegentlich federführende Personalerinnen und Personaler in Veränderungsprojekten zurückgreifen, kann Humor auch Vorbehalte lockern, Verkrampfungen lösen und Gemeinschaft stiften. Das wissen mittlerweile viele Seminaranbieter: Lachseminare sind schließlich Trend und können sich damit rühmen, den einzigen Lernstoff zu vermitteln, der ansteckend ist.

Auch der organisatorische Einstieg in eLearning muss nicht bierernst sein und Humor kann auch hier ein Mittel sein, das Thema bei den „Stakeholdern“ einer eLearning Einführung sympathisch und nahbar rüberkommen zu lassen. Leider gibt es hier noch nicht viel an Hiflsmaterial, aber ein im Internet vielzitiertes Beispiel ist die Flash-Animation „Daunen zu Knete“ oder „Was bedeutet E-Learning?“, aufrufbar zum Beispiel unter http://www.virtus-mv.de/animation-aktuell.swf. Das kleine, empfehlenswerte e-Learning Märchen aus dem Rostocker Hause Copendia mit Eiderenten und Herrn Björnson in der Hauptrolle nimmt dank eLearning natürlich ein gutes En(t)de und vermittelt neben vielen Einsichten in die Vorteile von eLearning Interessantes zum Leben auf Island.

Auch eLearning Angebote, die das Thema „Humor“ vermitteln, sind rar. Für 321,- € ist unter http://www.researchandmarkets.com/reports/319670 der online Kurs Lighten Up! mit einer Lernzeit von 37 Minuten zu erwerben. Da ist die Frage erlaubt, ob dieses Angebot selbst schon unter die Kategorie Humor fallen soll. Immerhin, die Einführung klingt insbesondere für diejenigen, die wie Personaler mit Menschen und nicht mit Maschinen arbeiten und kommunizieren müssen, vielversprechend: „Do you realize that achieving success can be fun? Humor is an essential survival skill that results from an open attitude and not taking yourself too seriously.“ Der Einsteiger-Kurs, der für alle Angestellte empfohlen wird, bietet als einige inhaltliche Höhepunkte: „Humor, Humaaerobics, Develop a Positive Paranoia, Work To Death sowie Draw The Line“ und will helfen, „Humor als eine kognitive, mentale Fähigkeit“ im beruflichen Miteinander zu entwickeln. Diejenigen Leser dieses Blogs, die den Kurs kennen, dürfen gerne den Kommentar-Knopf drücken.

Auch ein Blick auf die Webseiten von eLearning Gurus lohnt sich. So hatte der vielgereiste Trendscout des eLearnings, Elliot Masie, auf seiner besuchenswerten Website www.masie.com jüngst folgendes auf seinem Trendradar geortet. Nämlich, dass Donald Kirkpatrick, der Vordenker der Bildungsevaluation, dessen vier Evalutionsebenen von späteren Theoretikern wie Philips und Forman auf bis zu 9 Ebenen der Erfolgsevaluation von Bildungsmaßnahmen erweitert wurden, nun mit einer eigenen Level 9 Evaluation an die Öffentlichkeit gegangen sei: und zwar solle die Magnetresonanztomografie der Gehirne der einzelnen Lerner die ROI-Debatte von Bildung auf eine ganz neue Qualitätsstufe heben. Während das ein großer Schritt für das Bildungscontrolling sei, sei möglicherweise das allgemeinen Unternehmenscontrolling nicht ganz glücklich über diese Art der Erfolgserhebung.

Nicht ganz ernst gemeint? Richtig, das erschien dann doch am 1. April 2008.

Onno Reiners | No Comments | Tags: E-Learning

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