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30 Januar 2008 - 12:17Personalmarketing für wenig Geld

Der zweite Teil des Podcasts von Jobs.de handelt vom Personalmarketing. Bei diesem Thema zeichnete sich vor alle Eberhard von Rundstedt, Geschäftsführer der Rundstedt & Partner GmbH, als amüsanter und interessanter Erzähler aus. Er gibt Mittelständlern Tipps, wie dieses ihr externes Personalmarketing verbessern können. Seine These: 1. Vieles im Personalmarketing kostet nicht die Welt und 2. Gehalt ist nicht alles.

Konkret schlägt er Mittelständlern Personalberaterinnen vor, die das Personalmarketing aus ihrer Wohnküche machen. Die sind auf jeden Fall schon deswegen günstiger, weil sie keine teure Miete finanzieren müssen. Schämen bräuchten sich die Mittelständler dabei auch nicht, denn die fahren ja auch keinen Ferrari, sondern einen Ford Touran, warum sollten sie dann das Geld teuren multinationalen Konzernen in den Rachen werfen?

Das Gehalt steht bei den meisten Arbeitnehmern, wenn es denn einigermaßen stimmt, lange nicht mehr an erster Stelle. Er nennt das Beispiel Büroräume, die in vielen Firmen so aussehen, dass die nicht einmal Gefängnisinsassen zumgemutet werden dürften. Hier einem Mitarbeiter ein hübsches Büro hinstellen, könnte schon reichen, um ihn an das Unternehmen zu binden.

Christian Reiss | 5 Comments | Tags: Personalmarketing, Retention Management

Comments:

  1. Ein hübsches Büro kann sicherlch zum Wohlbefinden beitragen, aber auch ein “Gefängnis” lässt sich ansprechend gestalten. Wenn der Mitarbeiter in einem guten Team integriert ist, sind Abstriche in der Qualität des Mobilars leicht anzunehmen. Mitarbeiterbindung spielt sich m.E. zum überwiegenden Teil auf der menschlichen Ebene ab. Wie wichtig eine gute Zusammenarbeit ist, zeigt sich nicht zuletzt an den fatalen Folgen von Mobbingattacken, die auch in superchicken Büros an der Tagesordnung sind.

  2. Diese Erfahrung teile ich. Bewerber legen den größten Wert (neben einem halbwegs angemessenen Gehalt) auf das Arbeitsklima. Ein Büro kann man im Zweifel immer noch selbst aufhübschen, seine Kollegen eher nicht. Deshalb machen wir mit Kandidaten gern Rundgänge durch die Büros und sprechen über die Besonderheiten der Firmenkultur. Wer sich dann nicht wohlfühlt, wird auch nicht anfangen, da kann das Büro so schön sein wie es nur geht. Auch Weiterbildungsmöglichkeiten werden oft angesprochen und als Kriterium dafür gesehen, wie ein Unternehmen mit seinen Mitarbeitern umgeht. Genau das ist nämlich ein Thema, worin sich Mittelständler unterscheiden.
    P.S.: Der Tipp, Personalberaterinnen (weibliche Form??!!) zu engagieren, die von der Wohnküche aus arbeiten, ist recht unqualifiziert, auch wenn er hier vermutlich und hoffentlich eher im übertragenen Sinne zu verstehen ist. Zwischen Wohnküche und Kienbaum gibt es schließlich noch eine ganze Menge hervorragender Personalmarketing- und Recruiting-Unternehmen.

  3. Ich denke auch, dass das kollegiale Umfeld ein wichtiger Faktor ist, wenn man von Mitarbeiterbindung spricht. Das zeigen ja auch viele Studien. Aber darauf reduziert sich nicht die Mitarbeiterbindung. Fluktuation kommt auch in Unternehmen vor, in denen das Unternehmensklima stimmt und nicht jeder der seinen Arbeitsplatz wechselt wurde gemobbt.

    Für manche Menschen mag das Büro ein wesentlicher Punkt sein, vielleicht für Menschen mit ausgeprägten Statusbedürfnis. Aus meiner Erfahrung kenne ich ein Büro in Düsseldorf am Mannesmannufer, von dem man einen herrlichen Blick über den Rhein hat. Das ist vielleicht für manche ein Punkt zu sagen, dass ist etwas besonderes an meiner Arbeitstelle, etwas das ich an meiner Arbeit besonders schätze, etwas das mir wichtig ist.

  4. Als Arbeitnehmerin sind mir ein angemessenes Gehalt, eine normal höfliche Ansprache durch meinen Chef und ein ordentlich renoviertes Büro wichtig. Genau in dieser Reihenfolge. Das hat nichts aber auch gar nichts mit Status zu tun, sondern mit einem normalen Umgang unter erwachsenen Menschen, weil: mein Chef würde auch nicht für einen Euro arbeiten, meinen Chef würde meine Unhöflichkeit ihm gegenüber sicher auch nicht gefallen, meine Wohnung halte ich in einem gepflegtem ästhetisch einwandfreiem Zustand. Warum also ein unrenoviertes oder eine Abstellkammer? Ich verbringe die meiste Zeit meines Lebens dort. Meine Erfahrungen aus eigenen Stellensuchen: Wenn ein Unternehmen so etwas hervorhebt, hat es oft nichts anderes zu bieten. Firmenchefs, denen ein schönes Gebäude oder Büro egal sind, haben auch in vielen anderen Dingen kein Geschmack (Werbung, Broschüren, Internet). Chefs, die Planzen in Büros verbieten sind häufig skrupellos im Umgang mit Mitarbeitern. Personalabteilungen, denen schon ein erster Anruf zu einer Stellenausschreibung zuviel ist: Massenabfertigung und geringe Chancen einer Bewerbung. Unternehmen mit Karriereportalen auf Homepage: Arroganz gegenüber Bewerbern (Wie kommen die darauf, dass ich denen persönliche Daten ohne irgendeinen konkreten Stellenzusammenhang gebe?) Vorsicht Datenschutz und Null Aussicht auf Kontakt. Über gute Arbeitgeber erfährt man über Fachkollegen, Mund-zu-Mund-Propaganda und Freunde, über schlechte auch und wie hier beschrieben. Warum investieren Firmen nicht in einen Ausbau ihrer Personalabteilung und in Verkaufsschulungen ihrer Personaler? Eigentlich sollen sie ihr Unternehmen verkaufen, die Arroganz, die gegenüber Bewerbern an den Tag gelegt wird, ist alles andere als High Potential. Da nützt auch kein aufwändiges Personalmarketing oder gar irgendwelche “Beste Arbeitgebersiegel”…

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