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11 Oktober 2007 - 17:49Technik allein reicht nicht

Die kommende Arbeitnehmer-Generation stellt neue Herausforderungen an das Personalmanagement.

Bei der Wahl ihres Arbeitgebers legen Schüler besonders viel Wert auf vielseitige und interessante Arbeitsaufgaben, gute Verdienstmöglichkeiten und die Karriereaussichten, die Unternehmen bieten. Mehr als 90 Prozent der Schüler stellen bei der Entscheidung für ihren weiteren Berufsweg persönliche Neigungen in den Vordergrund. Zu diesen Erkenntnissen kommt das 4. trendence Schülerbarometer, das kürzlich veröffentlicht wurde.

Befragt wurden über 8.400 Gymnasiast/innen, Real- und Gesamtschüler/innen der Klassen acht bis 13 durchgeführt, um die Arbeitgeberattraktivität von Unternehmen zu analysieren und Informationen über Einstellungen der Schüler zu ihrer Studien- und Berufswahl sowie zu Beruf und Karriere zu erhalten.

Nach Baby Boomern und Generation X drängt mit diesen Schülern eine neue Generation von Akademikern auf den Arbeitsmarkt. Die nach 1980 geborenen Kinder, die als erste Generation des neuen Jahrtausends gemeinhin ‚Millennials’ getauft wurden, werden in den kommenden zehn Jahren unweigerlich die langsam ausscheidende Generation der Baby Boomer in den Unternehmen ersetzen. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, sich mit Charakteristika und Eigenheiten der Millennials auseinanderzusetzenEine Studie von Forrester Consulting mit dem Titel „Die Millennials kommen“ sagte 2006 im Zusammenhang mit diesem Generationenwechsel schon einen Kulturschock für das Personalmanagement voraus: Die Mehrzahl der europäischen Unternehmen sei nicht auf die Ansprüche, das Kommunikationsverhalten und die Arbeitsweise der neuen Mitarbeitergeneration vorbereitet, die mittlerweile 11 Prozent der Angestellten in Europa ausmache, so die Studie. Die Hauptcharakteristika, die Forrester Consulting den Millennials zuschreibt, sind schnell zusammen gefasst: Sie informierten sich schneller als ihre älteren Kollegen und seien es gewohnt, Informationen von multiplen Quellen zu erhalten und rasch zu verarbeiten. Multitasking – das Bewältigen mehrer Aufgaben gleichzeitig – sei für sie einfach und sie hätten einen flexibleren Arbeitsstil als ihre Vorgängergeneration.Auch wenn die Arbeitsweise einer ganzen Generation kaum so homogen sein mag wie es die Studie skizziert – in vieler Hinsicht ‚ticken’ die Entscheider von morgen tatsächlich anders als die Generationen vor ihnen und stellen Personalverantwortliche und Unternehmen damit vor neue Herausforderungen. Einer Generation, die mit dem Fernseher als höchster technischer Errungenschaft aufgewachsen ist, folgen mit den Millennials junge Menschen, die PC, Handy und andere digitale Geräte seit frühester Jugend vollkommen in ihren Alltag integriert haben. Sie gehen mit dem Internet, Instant Messaging, Blogs und virtuellen sozialen Netzwerken so selbstverständlich um wie frühere Generationen mit der Fernbedienung. Kommunikativ, vernetzt und technikaffin setzen sie modernste Technik völlig unbefangen ein. Als ‚Digital Natives’ sind sie die erste Generation, die sich nicht mehr an ein Leben ohne Internet erinnern kann und sich – im Gegensatz zu den ‚Digital Immigrants’ – in der technisierten Welt wirklich zu Hause und nicht fremd(bestimmt) fühlt.

Ein wichtiges Stichwort in diesem Zusammenhang ist ‚Social Computing’, ein Begriff, der versucht, die soziale Komponente vieler fortschrittlicher Technologien und daraus resultierender modernder Kommunikationstechniken zu beschreiben. Die Kinder des neuen Jahrtausends schätzen ein gemeinschaftliches Arbeitsumfeld und arbeiten am liebsten in Teamstrukturen mit Gleichrangigen. Blogs, virtuelle Netzwerke und viele weitere neue Technologien bilden dafür den optimalen Rahmen und sind wichtige Kommunikationsinstrumente für die Millennials

Die Fülle technischer Möglichkeiten und der enorme Nutzen, den die Millennials aus ihnen ziehen, bestimmt jedoch nur teilweise die Erwartungshaltung gegenüber ihrem Arbeitgeber. Darin, Arbeitsaufgaben und Strukturen so zu gestalten, dass die Millennials sich in ihnen vertiefen und ihr volles Potenzial ausschöpfen, liegt der eigentliche Schlüssel zu dieser neuen Generation von Arbeitnehmern.

Lesen Sie im nächsten Personalmarketing-Blog: Wie Sie die neue Mitarbeitergeneration motivieren können

Schülerbarometers 2007 finden Sie unter www.trendence.de

Oliver Viel | 1 Comment | Tags: Personalmarketing

Comments:

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