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16 April 2008 - 11:27Total Leadership

Nachdem ich gestern bereits über die Harvard Business Review berichtete (und zwar, dass sie in diesem Monat online kostenlos gelesen werden kann), fand ich dort noch einen interessanten Artikel von Stewart D. Fridman. Er klärt dort über sein Total Leadership Programm auf. Dabei handelt es sich um eine neue Sichtweise auf die Arbeit und das Leben, um ein Coachingkonzept und um ein Training zur Verbesserung der eigenen Führungsqualität. Alles in einem.  

Beim Total Leadership wird Arbeit und Freizeit nicht als Gegensatz gesehen, sondern es geht darum beides miteinander zu verknüpfen. Und nicht nur das, möglichst alle wichtigen Aspekte des Lebens sollen vom Total Leadership profitieren. Total Leadership ist somit ein umfassendes Coachingkonzept.

Kern des Total Leaderships sind seine Experimente. Die Experimente sind Änderungen im Leben, die sich auf möglichst alle wichtigen Aspekte des Lebens positiv auswirken sollen. Ein von Fridman vorgestelltes Experiment handelt von einem Manager, der mit seinem Sohn den Spendenmarathon seiner Firma mitläuft. Positives Ergebnis ist es mehr Zeit mit dem Sohn zu verbringen, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln, Sport für die Gesundheit zu treiben und Ansehen in der Firma durch das Mitlaufen zu gewinnen (in den USA wird der Einsatz für Charityprojekten wesentlich positiver bewertet als in Deutschland). 

Um ein Experiment starten zu können, muss man wissen, was einem überhaupt wichtig ist. Wenn man dies für sich geklärt hat, gilt es Experimente zu konzipieren, die möglichst viele wichtige Aspekte des eigenen Lebens positiv beeinflussen. Dabei darf sich ein Experiment natürlich auch indirekt positiv auf einen Lebensaspekt auswirken. Also, wenn man morgens anfängt zu joggen, dadurch abnimmt und sich generell besser fühlt, wirkt sich das Jogging indirekt auch auf die Gemütslage und auf alle Aspekte des Lebens aus.

Nachdem man einige Experimente konzipiert hat, sollten diese nach dem größtmöglichen Nutzen für ausgesucht werden. Die drei besten Experimente sollten gestartet werden. Laut Fridman ist es meistens so, dass ein Experimentnicht gut läuft und zwei andere dafür ganz gut. Dabei sollte man nicht darauf beharren, dass die Experimente genau so verlaufen, wie das geplant war. Anpassungen an die Gegebenheiten sind nötig.

Und nun zu dem Punkt, warum die Experimente überhaupt Experimente sind. Sie laufen meistens einen Monat und erst dann entscheidet man sich, ob man das Experiment weiterlaufen lassen möchte. Dazu ist es absolut notwendig jedes Experiment in irgendeiner Form zu messen, sei es quantitaiv oder qualitativ. Also bei einem Diätexperiment kann man die Kalorien zählen, oder jeden Tag aufschreiben, ob man sich gut, mittel, oder schlecht fühlt. Die Hauptsache ist, dass man nach dem Experiment in irgendeiner Form sagen kann, ob das Experiment die eigenen Situation verbessert hat oder nicht.

Ein weiterer Punkt, warum die kleinen Projekte Experimente genannt werden ist, dass dadurch der Widerstand Beteiligter leichter gebrochen werden kann. Das Experiment läuft nur einen Monat und wenn es den Ursprungszustand verschlechtert, hört man mit dem Experiment wieder auf. Eine solche temporäre Änderung kann man besser verkaufen.

Die Benennung des Total Leadership Programms ist aber auch nicht grundlos erfolgt. Auch die Führung soll mit diesem Programm verbessert werden. Entweder direkt in einem Experiment, indem dort aktiv Führung trainiert und verbessert wird (Vorsitz in einem Verein bspw. übernehmen).  Aber auch indirekt durch die Abwicklung des Experiments werden die Führungsfähigkeit verbessert.

300 Geschäftsleute wurden von Fridman vor und nach einem Total Leadership Workshop befragt, wie sich ihr Leben verändert hat. Durchschnittlich erhöhte sich die Zufriedenheit mit ihrer Arbeit um 20%. 28% der Befragten waren zufriedener mit ihrem Familienleben und 31% mit ihrer Freizeit (Freunde, etc.). Am stärksten erhöhte sich die Zufriedenheit mit sich selber. Damit ist die physische und emotionale Gesundheit gemeint. 39% der Befragten fanden diese nach dem Workshop verbessert.

Neben der Zufriedenheit erhöhte sich auch die Leistung der Workshopteilnehmer (auch auf der Arbeit) und dies obwohl sie weniger Zeit für die Arbeit verwendeten. Ein besseres/ erfüllteres Leben führt demnach zu einem besseren Arbeitsleistung.

Natürlich ist es nicht neu etwas am Leben zu verändern, um sein Leben aufzuwert. Doch die Verknüpfung der Arbeit mit dem Privatleben und die Austauschbarkeit der Experimente (bis eines gut klappt), finde ich neben anderen Klienigkeiten sehr gelungen an dem Konzept. Eine dieser Kleinigkeiten, die ich schön finde, ist die Meßung des (Miß-)Erfolgs.

Christian Reiss | 4 Comments | Tags: Allgemein, Coaching, Führung

Comments:

  1. Was Christian Reiss schreibt und wovon er berichtet, kann ich nur unterstützen. In meiner Arbeit als Coach, gerade in Bezug auf die Motiv- und Wertearbeit kann im Coachingprozess mit dem Coachee ab einem bestimmten Punkt Job und Privat nicht voneinander getrennt werden. Ich hlte hiervon auch nichts. Es geht um eine Balance im Leben, diese zu finden. Weil jeder Mensch eine eigene und individuelle Persönlichkeit hat, ist es nicht vorherzusagen, wo im Coaching dann später die Schwerpunkte gesetzt werden….

  2. [...] Kern des Total Leaderships sind seine Experimente. Die Experimente sind Änderungen im Leben, die sich auf möglichst alle wichtigen Aspekte des Lebens positiv auswirken sollen. Ein von Fridman vorgestelltes Experiment handelt von einem Manager, der mit seinem Sohn den Spendenmarathon seiner Firma mitläuft. Positives Ergebnis ist es mehr Zeit mit dem Sohn zu verbringen, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln, Sport für die Gesundheit zu treiben und Ansehen in der Firma durch das Mitlaufen zu gewinnen (in den USA wird der Einsatz für Charityprojekten wesentlich positiver bewertet als in Deutschland).  (more…) [...]

  3. o coisona isso mas deu um pouco de medo qdauno ele tava de carro e parou e desceu do carro nossa foto tava empidurada no carro dele parece que ele tava atras de nois diz por ai que depois nau macontece mais nada se vc ouviu que elechega e aparece para voce e uma meda e se ele aparecer o coisona oque ele vai fazer te matar? porque ? se vc naum fez nada para ele! mas e so um aplicativo inocente.e tambem vc tem que dar autorizae7ao para o face book deixatr aparecer suas fotos e tal entaum naum e nada de mais!

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