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18. Mai 2012

Arbeitgeberwahl: Erfolgsfaktor Vorstellungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch gilt es nicht nur für die Bewerber, gute Leistungen zu zeigen. Rund 90% der Bewerber halten das Jobinterview für eine wichtige Entscheidungsgrundlage bei der Arbeitgeberwahl. Ist das Gespräch nicht überzeugend, entscheiden sich nicht eben wenige Bewerber gegen das Unternehmen. Dies zeigt nun die neue Studie „Bewerbungspraxis 2012“ des Centre of Human Resources Information System (CHRIS) der Universität Bamberg und Frankfurt am Main in Kooperation mit der Online-Stellenbörse Monster. Demnach haben etwa 60% der befragten Bewerber schon einmal ein Jobangebot aufgrund eines schlechten Vorstellungsgesprächs abgelehnt. Ein weiteres Ergebnis: Nur 58% der Befragten gaben an, in der Vergangenheit hauptsächlich positive Eindrücke eines Unternehmens im Rahmen eines Vorstellungsgesprächs gewonnen zu haben.

Das Vorstellungsgespräch ist häufig der erste persönlich Kontakt zwischen Bewerbern und  potentiellen Arbeitgebern und stellt darum einen Meilenstein dar. Kandidaten sind sich der Situation bewusst und geben ihr Bestes, einen guten Eindruck zu vermitteln, um so den Job für sich zu gewinnen. Mit Blick auf den Fachkräftemangel und den demographischen Wandel verkennen Unternehmen aber häufig die Wichtigkeit des Jobinterviews und welchen Einfluss das Gespräch auf ihre Positionierung auf dem Arbeitsmarkt ausüben könnte. Mittlerweile suchen sich die besten Bewerber ihren Arbeitgeber aus - und nicht mehr umgekehrt. Employer Branding ist vor diesem Hintergrund ein kritischer Erfolgsfaktor.

Bernd Kraft, Vice President General Manager CE bei Monster, erklärt: „Vorstellungsgespräche sind mehr als nur eine Prüfung des Kandidaten, auch als Arbeitgeber wirbt man in dem Moment um den potenziellen Mitarbeiter. Selbst wenn das Gespräch nicht zur Besetzung der Stelle führt, kann der Bewerber zum Botschafter für oder gegen das Unternehmen werden. Deshalb liegt es im Eigeninteresse des Unternehmens, bei allen Gesprächen eine gute und respektvolle Atmosphäre zu schaffen. Das heißt nicht, dass keine kritischen Fragen gestellt werden dürfen. Es gilt jedoch, einen positiven Gesamteindruck zu hinterlassen.“

Als wichtige Stellschraube könnte dahingehend der Aufbau des Interviews gesehen werden. Gemäß der Studie fokussieren die meisten Unternehmen hier nämlich eher die Allgemeinplätze. Besondere Erfahrungen und Kenntnisse des Bewerbers, die für die zu besetzende Stelle wichtig sind, werden nach Meinung der Befragten zu wenig berücksichtigt. Lediglich 64% der Studienteilnehmer gaben an, dass ihre letzten Jobinterviews dem Inhalt der ausgeschriebenen Stelle betreffend angemessen waren.

Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen (Universität Bamberg) sagt: „Das Einstellungsgespräch ist zunehmend ein beidseitiges Bewerbungsgespräch. Hier lernen nicht nur Unternehmen, ob ein Kandidat den Anforderungen genügt. Umgekehrt sehen auch neun von zehn Stellensuchenden unserer Studie darin eine wichtige Entscheidungsgrundlage, ob das Unternehmen zu den eigenen Vorstellungen passt.“

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