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18. Juni 2012

Arbeitsmarkt im ersten Quartal 2012

Der Stand der geleisteten und bezahlten Arbeitsstunden der Beschäftigten in Deutschland war im ersten Quartal diesen Jahres so hoch wie schon seit 20 Jahren nicht mehr: Das Arbeitsvolumen stieg auf die Rekordsumme von 15 Milliarden Stunden an. Dies berechnete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vergangene Woche.

Im Vorjahresvergleich gab es somit einen Anstieg von 2,3%. Dieser begründet sich zum einen in einer gestiegenen Anzahl von Erwerbstätigen, zum anderen aus verlängerten Arbeitszeiten. Eugen Spitznagel, Arbeitsmarktforscher am IAB, erklärt dazu: „Die kräftige Zunahme der Arbeitszeit sollte allerdings nicht überbewertet werden, denn durch die Lage der Feiertage im Kalender gab es im ersten Quartal einen Arbeitstag mehr als im Vorjahr.“ Die tarifliche bzw. übliche wich nämlich ebenfalls kaum ab und betrug im ersten Quartal 2012 37,96 Stunden pro Woche.

Zudem nahm die Zahl der Kurzarbeiter ab: Waren es im ersten Quartal 2011 290.000 Personen, befanden sich im diesjährigen ersten Quartal nur noch 220.000 Menschen in Kurzarbeit. Im Winter spielt dabei das Saisonkurzarbeitergeld eine entscheidende Rolle. War Kurzarbeit während der Wirtschaftskrise von großer Bedeutung für die Bewältigung der finanziellen Engpässe der Unternehmen, ist sie vor diesem Hintergrund nicht mehr in diesem Maße erfolgskritisch.

Erstmals seit Beginn des Jahres 2010 wurden auf den Arbeitszeitkonten im ersten Quartal 2012 wieder weniger Stunden gutgeschrieben als im Vorquartal. Außerdem wurden auch weniger bezahlte Überstunden geleistet. Die Forscher am IAB erklären: „Die Rückgänge bei den besonders konjunkturflexiblen Komponenten der Arbeitszeit - bezahlte Überstunden und Stunden auf Arbeitszeitkonten - können als Vorboten einer langsameren Gangart der Wirtschaft gedeutet werden.“  

Der konjunkturelle Aufschwung schlägt sich vor allem positiv in der Vollzeitbeschäftigung nieder. So nahm sie gegenüber dem Vorjahr um 1,8% zu. Die Teilzeitbeschäftigung nahm mit 1% etwas schwächer zu. Dabei ist die Vollzeitbeschäftigung in der Regel stärker von der Konjunktur abhängig als die Teilzeitbeschäftigung.

Passend dazu nahm der Krankenstand aller Arbeitnehmer im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahr ab und lag bei 4,17%.

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