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31. Oktober 2007

Exportchancen fuer Bildungsanbieter

Der weltweit steigende Bedarf an Fachkräften und beruflicher Qualifizierung bietet deutschen Anbietern der beruflichen Aus- und Weiterbildung exzellente Exportchancen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Trendbarometer 2007 Exportbranche Aus- und Weiterbildung“ des F.A.Z.-Instituts im Auftrag von iMOVE, einer Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Internationalisierung deutscher Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen. Grundlage der Studie ist eine Topentscheiderbefragung unter 100 Managern deutscher Aus- und Weiterbildungsunternehmen, die im Ausland aktiv sind. Die überwiegende Mehrheit der Befragten rechnet für die kommenden drei Jahre mit steigenden bis stark steigenden Exporten. Zwei von fünf Befragten gehen davon aus, dass sich das Auslandsgeschäft besser entwickeln wird als die deutschen Umsätze. Bislang haben erst 14 Prozent der deutschen Bildungsanbieter Kunden im Ausland, 2010 könnte dieser Anteil auf 19 Prozent steigen.

Der Grund für das noch relativ geringe Auslandsengagement sind vor allem Lücken in den kulturellen und fremdsprachlichen Kompetenzen der Anbieter sowie die Angst vor unseriösen Geschäftspraktiken im Ausland. Beispielsweise beklagen einige Anbieter die Plagiatkultur in China. Die Lücken wollen die Unternehmen in den kommenden Jahren durch Mitarbeiterschulungen, aber auch durch Kooperationen mit lokalen Anbietern im Ausland schließen.

Fast alle Unternehmen planen die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Partnern, um den Export zu stärken. Deutsche und ausländische Industrieunternehmen, ausländische Wirtschaftsverbände und ausländische Berufsbildungsanbieter sind die gefragtesten Partner der deutschen Bildungsexporteure.

Die Schwerpunktmärkte für deutsche Bildungsanbieter sind derzeit Europa und Asien. In Europa wird sich der Fokus bis 2010 weg von Westeuropa stärker in Richtung Osteuropa verschieben. Asien, insbesondere China, wird noch mehr Gewicht gewinnen als bisher. Außerdem dürfte der Nahe Osten für den Bildungsexport wichtiger werden.

Am chancenreichsten für den Export stufen die Bildungsanbieter die klassischen Ausbildungskonzepte des dualen Berufsbildungssystems für technische, kaufmännische und soziale Berufe ein, gefolgt von der Vermittlung sogenannter Soft Skills, also sozialer und kultureller Kompetenzen. In den kommenden drei Jahren wollen die Unternehmen im Ausland vor allem modulare Ausbildungsprodukte auf den Markt bringen, also einzelne Bausteine bewährter Aus- und Weiterbildungen, um den spezifischen Bedarf vor Ort zu decken. Komplettausbildungen nach deutschem Muster sind den ausländischen Kunden oft zu aufwendig.

Den Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz der deutschen Bildungsanbieter taxieren die befragten Entscheider für 2007 auf 12,1 Prozent. Für die kommenden drei Jahre erwarten sie einen Anstieg auf 17,0 Prozent. Im Jahr 2010 wollen die Bildungsanbieter aus der Studie jeweils durchschnittlich 4.000 Auslandsabsolventen ausbilden.

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