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11. März 2008

Falsche Führung macht krank

In einem Interview mit dem Internetportal perspektive: blau gehen Bernd Schmid und Thorsten Veith vom Institut für systemische Beratung auf krank machende Strukturen in Unternehmen ein und wie diese gelöst werden können. Dabei wird auch der demographische Aspekt, der bisher kranke Mitarbeiter auswechselbar machte, berücksichtigt.

Führung besteht in der heutigen Arbeitswelt, die durch ständige Veränderung und wachsenden Anforderungen gekennzeichnet ist, oftmals darin den Druck auf die Mitarbeiter weiterzugeben. Anstatt gerade bei jungen Mitarbeitern auch Wege aufzuzeigen, wie schwierige Aufgaben überhaupt bewältigt werden können, wird auf sie so lange Druck ausgeübt, bis das Ergebnis vorliegt. Ungeachtet dessen, dass diese jungen, meistens hoch motivierten Mitarbeiter dadurch ausgebeutet werden. Dieser Druck und diese Arbeitsintensität machen die Mitarbeiter krank. Nicht heute und nicht morgen, aber in 10-15 Jahren sind die Folgen zu erkennen. Eine Tatsache, die nicht unbedingt zu Nervosität in Firmen führte, denn bei genügend neuen jungen Mitarbeitern, die in jedem Jahrgang folgten war dies kein Problem. Der ausgebrannte/kranke Mitarbeiter war austauschbar. Heute beginnt ein Umdenken, oder es sollte beginnen, denn in 10-15 Jahren sind qualifizierte Mitarbeiter ein knappes Gut. Sie sind nicht mehr austauschbar, da es keinen Ersatz mehr für sie gibt. Jetzt übermäßigen Druck auf die Mitarbeiter auszuüben, die wahrscheinlich auch die Mitarbeiter von morgen sind, wird sich in der Zukunft nicht bezahlt machen.

Vorgeschlagen wird der Aufbau von Kompetenzen bei jungen Mitarbeiter, die in der Berufausbildung nicht ausgebildet werden. Kompetenzen die Mitarbeiter Wichtiges von Unwichtigem trennen lässt. Weiter wird ein Mentorenprogramm vorgeschlagen, bei dem erfahrene Mitarbeiter jüngeren zur Seite stehen. Dies sind Vorschläge, die die Situation im Unternehmen erträglicher machen, aber nicht das Übel an der Wurzel packen. Des Wegen ist natürlich eine Umgestaltung der Unternehmensprozesse in die Richtung erforderlich, dass sie nicht (mehr) krank machen.

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