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20. Dezember 2011

Führungskräftemangel - besonders in NRW

Die Bedeutung der so genannten „Work-Life-Balance“ nimmt für viele Führungskräfte zu - manchmal auch zu Lasten der eigenen Karriere. So sind laut Aussage der Unternehmensberatung Barfeld & Partner GmbH vor allem Top-Manager im Alter zwischen 45 und 55 Jahren aus Rücksicht ihrer Familie gegenüber nicht mehr zu einem berufsbedingten Umzug innerhalb Deutschlands bereit. Der Stellenwert der Personalentwicklung wird darum in den nächsten zehn Jahren steigen - insbesondere weil die heutigen Führungskräfte bis dahin in den Ruhestand gehen.

Der Stimmungswechsel der Führungskräfte liege vor allem im allgemeinen gesellschaftlichen Wertewandel begründet, der in einer Vermischung von Beruf und Familie resultiert. Das wachsende Bedürfnis, Karriere und familiäres Leben zu vereinbaren, aber auch die steigenden Risiken der Berufswelt und die zunehmenden Anfeindungen in der Öffentlichkeit, denen eine Führungskraft heutzutage ausgesetzt ist, bremsen die Entschlossenheit, unbedingt Karriere machen zu wollen. Ortswechsel werden darum eher abgelehnt, auch wenn diese mit einem nächsten Karriereschritt und höherer Vergütung einhergingen.

Da viele Top-Manager zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, wird in den kommenden zehn Jahren von vielen Firmen außerdem ein Führungskräftemangel erwartet. Vor dem Hintergrund der allgemeinen demographischen Entwicklung in Deutschland spielt daher demnächst nicht nur die unternehmensinterne Personalentwicklung eine wichtigere Rolle - sondern auch die Rekrutierung von Führungskräften aus dem Ausland könnte für viele Unternehmen bald zunehmend interessant werden. Die Berater sehen dahingehend in Osteuropa ein großes Potenzial, dem Führungskräftemangel in Deutschland zu begegnen.

Speziell in NRW zeichnet sich beim Thema Führungskräftemangel ein besonderes Problem ab: das laut den Beratern unbeliebte Image des Ruhrgebiets als Ballungszentrum erschwere den ansässigen Unternehmen zusätzlich die Suche nach geeigneten Führungskräften von außerhalb. Claus Barfeld, Geschäftsführer der Barfeld & Partner GmbH, sagt: „Hier sind Wirtschaft und Politik gefordert, Maßnahmen zu entwickeln, wie das Ruhrgebiet gegenüber Führungskräften aus anderen Bundesländern besser vermarktet werden kann. Zwar hat die Landesregierung NRW beispielsweise durch die Gründung von Fachhochschulen im Bildungsbereich vor Ort einiges getan. Die Ausbildung des Führungsnachwuchses an den Hochschulen ist aber immer noch zu praxisfern, so dass Hochschulabsolventen oftmals nicht mehr sind als teure Lehrlinge. Die Initiative der Unternehmen, dieses Problem durch die Kooperation mit den in NRW ansässigen Hochschulen zu lösen, wird aber oftmals durch die investitions- und wirtschaftsfeindliche Politik der Landesregierung konterkariert.“

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