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5. Dezember 2008

Kosteneffizientes Personalmanagement wird für deutsche Unternehmen in wirtschaftlichen Krisenzeiten immer wichtiger

Der Kampf um qualifizierte Mitarbeiter gestaltet sich auch in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen schwierig: Mehr als 90 Prozent der deutschen Unternehmen erwarten einen zunehmend starken Wettbewerb um die besten Fachkräfte. Das ergab die neue Arbeitgeberbefragung „Recruiting Trends 2009“, die unter den 1.000 größten deutschen Unternehmen durchgeführt wurde. Die neue Studie wurde am Dienstag von den Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg sowie dem Online-Karriereportal Monster Worldwide Deutschland im Rahmen eines Symposiums für Personalverantwortliche in Wiesbaden vorgestellt. An der Veranstaltung nahmen rund 400 Personalmanager teil, die sich über Trends und aktuelle Entwicklungen im Personalmanagement informierten.

Um in Zeiten einer weltweiten Finanzkrise kosteneffizientes Personalmanagement zu betreiben, greifen die Unternehmen zu neuen Maßnahmen. So verfolgt die Hälfte der Unternehmen das Ziel, durch Prozessstandardisierung eine Reduktion der Kosten im Recruiting zu erreichen. Hierbei spielt der Einsatz von Informationstechnologie, wie zum Beispiel eine Online-Formularbewerbung, eine wichtige Rolle. Außerdem bietet Candidate Relationship Management den Firmen die Möglichkeit, Beziehungen zu aktuellen, ehemaligen und potenziellen Mitarbeitern zu pflegen, um so Kandidaten an das Unternehmen zu binden. Über 50 Prozent der befragten Großunternehmen nutzen bereits ein spezielles IT-System, dass die Kommunikation mit potenziellen Kandidaten unterstützt.

Klassische IT-basierte Instrumente gehören mittlerweile zum Standardrepertoire im Personalmanagement. So setzen die Großunternehmen weiterhin auf das Internet, um vakante Stellen neu zu besetzen. Der beliebteste Weg ist die eigene Unternehmens-Webseite, dort werden mehr als 80 Prozent der Vakanzen ausgeschrieben. Sechs von zehn offenen Stellen veröffentlichen deutsche Arbeitgeber in Internet-Stellenbörsen, um auf diesem Weg neue Mitarbeiter zu finden. Die Bedeutung der Internetkanäle spiegelt sich auch in der tatsächlichen Rekrutierung neuer Mitarbeiter wider, denn mittlerweile kommen zwei Drittel aller Einstellungen online zustande.

 „IT bietet den Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten in der Personalrekrutierung Kosten einzusparen und die Prozesse transparent und effektiv zu gestalten, erklärt Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg. „Gerade im Personalrekrutierungsprozess sieht mehr als die Hälfte  der von uns befragten Unternehmen noch ein hohes Optimierungspotential.“

Doch nicht nur Unternehmen, sondern auch Jobsuchende nutzen immer mehr das Internet. So belegen die „Recruiting Trends 2009“, dass mittlerweile zwei Drittel aller Bewerbungen auf elektronischem Weg bei den deutschen Großunternehmen eingehen. Zum ersten Mal überholt die Online-Formularbewerbung über die Unternehmens-Webseite nicht nur die klassische Papierbewerbung, sondern auch die Bewerbung per E-Mail.

„Vor allem die jüngere Generation verbringt viel Zeit online. Da wundert es kaum, dass vor allem Berufsanfänger und Young Professionals auf die Internetkanäle setzen, wenn es darum geht, sich um eine Arbeitsstelle zu bewerben“, so Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide. „Grundsätzlich ist das Internet für Stellensuchende nicht nur ein schneller und kostengünstiger Weg, sich zu bewerben, sondern auch die Gelegenheit zu zeigen, dass man mit Online-Kommunikation bestens vertraut ist.“

E-Recruiting – so das Fazit der neuen Studie – bietet den Unternehmen vielfältige Möglichkeiten für kosteneffizientes Personalmanagement. Denn durch den Einsatz von Informationstechnologie konnten die befragten Unternehmen ihre Rekrutierungsprozesse eindeutig effizienter und damit auch kostengünstiger gestalten. So konnten drei Viertel der Unternehmen die Zeit zwischen dem Schalten einer Anzeige und dem tatsächlichen Bewerbungseingang reduzieren. Mehr als sieben von zehn Umfrageteilnehmern war es möglich, die Kosten für eine bearbeitete Bewerbung zu reduzieren und fast zwei Drittel der Unternehmen konnten die Aufwendungen pro geschaltete Anzeige senken.

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