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20. Juni 2007

Personalabteilungen zwischen Aufstieg zum Business Partner und Abstieg zum reinen Verwalter

Die Personalabteilungen in Unternehmen stehen einer immer größeren Bandbreite an Aufgaben gegenüber. Die aktuelle Liste im HR Barometer 2007 wird angeführt von der Top-Aufgabe Personalentwicklung. Auf den weiteren Positionen folgen Reduktion der Personalkosten, die Rolle der Human Resources (HR)-Abteilung als Business Partner, HR-Strategie sowie Vergütung/Anreizsysteme. Medienwirksame Themen wie der War for Talents oder der demografische Wandel sind aktuell noch im Mittelfeld zu finden. Sie werden jedoch zu den Aufsteigern bei der Prognose für das Jahr 2008 und klettern in der Erwartung ihrer Bedeutung dann an die Spitze.

Für das HR Barometer 2007 hat Capgemini Consulting, die Strategie- und Management-Beratungseinheit von Capgemini, 106 Personalleiter von Großunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

Neben den klassischen HR-Funktionen wie Personalentwicklung stehen drei Themen unter den aktuellen Top sechs, die sich mit der Rolle der HR-Abteilung selbst befassen: HR als Business Partner, HR-Strategie und HR-Organisation. „Das zeigt, dass die Personaler um ihre eigene Wertschätzung im Unternehmen kämpfen. Denn wenn selbst das Controlling inzwischen ein besseres Image besitzt, ist es an der Zeit, die eigene Position zu verbessern“, so Martin Claßen, Vice President in der People Practice bei Capgemini Consulting. Immerhin plant die HR-Abteilung inzwischen bei strategischen Aktivitäten des Unternehmens häufiger mit als in der Vergangenheit. Aber mit 36 Prozent der Befragten ist der Wert noch bescheiden. Besser sieht es bei der Umsetzung aus. Dann ist immerhin die Hälfte der HR Abteilungen aktiv gefragt. Doch auch hier ein Wermutstropfen: im Jahr 2002 lag der Wert noch bei 62 Prozent.

Der Aufstieg zum Business Partner wird damit zu einem beschwerlichen Weg. Nur jeder zehnte Befragte sieht sich bereits heute in dieser Rolle einer wertschöpfenden Unternehmensfunktion. In einzelnen Aufgabenfeldern ist der Ausblick – ebenfalls in der Selbsteinschätzung - positiver. So sehen sich rund zwei Drittel ausreichend oder sogar voll und ganz in wesentliche Entscheidungsprozesse eingebunden. Ebenfalls gut bedienen sie laut eigener Aussage strategische Aufgaben wie Talent Management, Change Management oder auch Personal- und Organisationsentwicklung. Doch den gerade für das Top-Management so wichtigen Nachweis zum Wertbeitrag bleibt die HR-Abteilung häufig noch schuldig. Nur sieben Prozent der Unternehmen können ihn vollständig führen. „Der Rest patzt also in der Kür“, so Claßen und relativiert gleichzeitig: „Viele Unternehmen sind gerade erst auf halbem Weg zum Business Partner oder stehen sogar ganz am Beginn einer wertschöpfenden Tätigkeit für ihr Unternehmen. Wer HR der Zukunft weiterhin als reine Administration begreift, wird sich über kurz oder lang bei einem der zahlreichen Outsourcer wiederfinden.“

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