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30. Juni 2011

Qualitätssicherung der betrieblichen Berufsausbildung

Betriebe, die ausbilden, werden in Zukunft mit immer größeren Herausforderungen konfrontiert werden, um ihren Fachkräftebedarf durch eigene Ausbildung zu decken. Dazu gehört u.a. die sinkende Zahl der Schulabgänger. Die Qualität der gebotenen Ausbildung wird bei der Rekrutierung passender Auszubildender dadurch eine zunehmend große Rolle spielen. Das fand nun das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) heraus und behandelt mit bundesweit zehn neuen Modellversuchen die Frage, wie solch eine Berufsausbildungsqualität in kleinen und mittleren Unternehmen erhalten und stetig verbessert werden kann. Von Seiten der Bundesregierung werden dazu durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) rund 5 Millionen Euro für die Modellversuche bereitgestellt.

Den Kern der Modellversuche bilden die Verbesserungen der bereits vorhandenen Kommunikations- und Kooperationsprozesse und -strukturen. Es sollen dazu neue Wege zur Entwicklung des Ausbildungspersonals aufgedeckt werden, um ein gesichertes Qualifizierungskonzept zu kreieren. Konkret werden hierbei verschiedene Branchen mit einbezogen, so zum Beispiel im Bereich Handwerk und Industrie sowie Altenpflege und Bildung. Das BIBB legt auf die breite Branchenvielfalt der Versuchsreihe besonders viel Wert, da dadurch eine erfolgreiche Übertragung der Ergebnisse in die Praxis erst möglich werden kann.

Die einzelnen Projekte im Bereich Handwerk sind

  • an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg die Entwicklung und Erprobung neuer Instrumente, Feedbackstrukturen und Methoden zur Lernprozessbegleitung zur Sicherung und Entwicklung der Ausbildungsqualität im Maler- und Lackierer-Handwerk


  • in der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk (ZWH) in Düsseldorf und in der Handwerkskammer Hannover die Weiterentwicklung der Qualifizierung und Weiterbildung der Ausbildungspersonals sowie der Ausbildungsberater/innen


  • im Rahmen der Zusammenarbeit des Innovationstransfer- und Forschungsinstituts (ITF) und der Kreishandwerkerschaft Schwerin die Erstellung eines gewerbeübergreifenden Erfahrungsaustauschs in Sachen Ausbildung und die Kriterienbildung für die Verleihung eines Qualitätspreises, durch den der betriebliche Ausbildungsalltag in Handwerksunternehmen verbessert werden soll.


Die Projekte im Bereich Industrie und Dienstleistung umfassen

  • in der Grundig-Akademie für Wirtschaft und Technik in Nürnberg die Entwicklung und Erprobung eines ganzheitlich, lernorientierten QM-Systems, das eigenes für die Berufsausbildung in KMU konzipiert wird.


  • in der Universität Erfurt die Konzeption eines neuen Qualifizierungssystems für Ausbildungspersonal, damit zukünftig besser Jugendliche mit sehr unterschiedlichen Lernvoraussetzungen ausgebildet werden können.


  • im Rahmen der Zusammenarbeit der  Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) und der Arbeit, Technik und Bildung GmbH (ATB) aus Chemnitz die Entwicklung von neuen Standards für die betriebliche Berufsausbildung


  • in der Koordinierungsstelle Qualität (k.o.s) und dem ABB Training Center Berlin die Erstellung eines Leitbildes für Ausbildungsqualität in Betrieben, das neben Entwicklungszielen aller am Ausbildungsprozess Beteiligten außerdem Instrumente und Prozesse enthalten soll, mit denen eine betriebliche Qualitätssicherung konzipiert werden soll.



  • im Institut für Gerontologische Forschung in München die Beantwortung der Frage, welchen Einfluss der demographische Wandel auf die Ausbildungssituation im Altenpflegebereich hat oder haben wird und wie damit hinsichtlich einer Qualitätssicherung der Berufsausbildung umgegangen werden kann.


Außerdem werden folgende branchenübergreifenden Projekte eingesetzt:

  • in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bodensee-Oberschwaben die Entwicklung eines ganzheitlichen Ausbildungsnachweises zur verbesserten Darstellung des gesamten Ausbildungsprozesses und dessen aktuellen Stand


  • bei der Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung (GAB) in München die Erforschung der Beziehungsgüte zwischen Ausbildern und Auszubildenden sowie die Entwicklung neuer Konzepte zur Qualifizierung von Absolventen der Fortbildung zum Geprüften Berufspädagogen bzw. zum Geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen
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