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20. Mai 2009

Rekrutierungsprozess dauert länger

Die Studie Global Financial Employment Monitor 2009, welche zum dritten mal in Folge von dem Personaldienstleister Robert Half durchgeführt wurde, zeigt deutlich, dass der Rekrutierungsprozess von Fach- und Führungskräften in diesem Jahr mehr Zeit in Anspruch nimmt als in den Jahren zuvor.

Mehr als 4.800 Teilnehmer, verteilt auf 21 Länder, haben an der Studie teilgenommen. Das Ergebnis: offene Stellen im Finanzbereich bleiben deutlich länger unbesetzt als noch im Vorjahr. Im Durchschnitt benötigt der Rekrutierungsprozess 8,3 Wochen um sich auf einen Bewerber für eine Fachposition festzulegen, bei Führungspositionen steigt die Dauer sogar auf 10,7 Wochen an. Damit liegen die Zahlen um etwa eine, respektive zwei Wochen höher als noch im Vorjahr. Trotz des längeren andauernden Rekrutierungsprozesses, blieb die Anzahl der Bewerbungsgespräche annähernd konstant: 2,7 für Fach- und 3,2 für Führungspositionen.

Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei Robert Half International, gibt den Ratschlag, angesichts des Fachkräftemangels in einigen Positionen des Finanzmarkts, die Mitarbeiterbindung zu stärken und aktiv Employer Branding zu betreiben, um die Attraktivität des Unternehmens für Bewerber zu erhöhen. Den besagten Fachkräftemangel sehen Beteiligte der Studie vor allem im Bereich der Senior-Positionen wie beispielsweise CFO, Leiter des Finanz- und Rechnungswesens, Manager Steuern & Treasury sowie im Controlling.

Erfahrung wichtigstes Auswahlkriterium

Erfahrung und fundiertes Branchenwissen sind den Einstellern in diesem Jahr im Rekrutierungsprozess am wichtigsten. 67 Prozent der Finanz- und HR Manager, haben dieses Kriterium zur wichtigsten Qualifikation erhoben. Erst mit 37 Prozent kommt der nächste Punkt: gutes Verständnis internationaler Märkte, dich gefolgt von einem juristischen Hintergrund (32 Prozent) und Kenntnissen in einem ERP-System (19 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr wird damit der juristische Hintergrund als weniger wichtig eingestuft und das Finanzwissen höher.

Parallel zum längeren Rekrutierungsprozess steigt auch die Angst vor Abwanderung von Arbeitnehmern. Während sich im Vorjahr noch 66 Prozent der Vorgesetzten sicher waren, dass Mitarbeiter in der Firma verbleiben, sind es 2009 nur noch 59 Prozent. Immerhin noch 41 Prozent der Befragten sind zumindest etwas beunruhigt über den möglichen Verlust von Fachkräften. Auch diese Zahl hat sich, im Vergleich zu letztem Jahr, um 7 Prozent gesteigert.

Trotz der schlechteren Zahlen im Vergleich zum Vorjahr, geht die Mehrzahl der Befragten davon aus, dass sich die Wirtschaft bis spätestens Mitte 2010 wieder erholen wird. Mehr als 50 Prozent prognostizieren ebenfalls eine Verbesserung der ökonomischen Situation Ende 2009 bis Mitte 2010. Lediglich ein Viertel der Studienteilnehmer befürchten, dass sich die wirtschaftliche Situation bis Ende 2010/Anfang 2011 nicht verbessern wird.

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