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30. Juli 2008

Studie zur Zeitarbeit in NRW

Die „Zeitarbeit in NRW“ ist Thema eines Gutachtens, das die „Soziale Innovation GmbH“ derzeit im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW erstellt. Dabei sollen nicht nur nüchterne Zahlenwerke eine Rolle spielen – in großer Runde trafen sich jetzt Dr. Cordula Sczesny und Helen Schulte, Soziale Innovation GmbH, mit den NRW-Regionalkreisleitern des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, iGZ, im Unternehmen der Sprecherin der iGZ-Landesbeauftragten im iGZ-Bundesvorstand, Gabriele Brinkmann, in Bochum zur großen Diskussionsrunde.

Das Ministerium, so Dr. Sczesny, interessiere sich nicht nur für Zahlen, sondern auch für die speziellen Faktoren etwa bei der Entgeltgestaltung, dem qualifikationsadäquaten Einsatz der Zeitarbeitnehmer und der Entwicklung einzelner Bereiche.   Im Vergleich der Entwicklung liege NRW ganz im Trend – mehr als verdoppelt habe sich die Zahl der Firmen in der Branche, bestätigten die iGZ-Regionalkreisleiter.

Zum Thema Entgeltgestaltung hob Gabriele Brinkmann besonders die Tarifbindung der iGZ-Mitgliedsfirmen hervor: Wer sich bei den Entleihfirmen dauerhaft empfehlen wolle, müsse mit vernünftigen Verrechnungssätzen  Vertrauen schaffen. Das bedinge aber auch die soziale Verantwortungsbereitschaft gegenüber den Zeitarbeitnehmern: „Unser Kapital ist die anständige Bezahlung des Personals, dann kommt es auch am nächsten Morgen wieder“. Das Plenum war sich einig, der Umgang mit dem Personal sei eine ganz entscheidende Frage: „Ich würde keinen Auftrag annehmen, den ich nicht auch selbst übernehmen würde“, betonte Anne Rosner (Gelsenkirchen) in diesem Zusammenhang. Carsten Ahrens (Münster) prognostizierte zudem eine zunehmende Spezialisierung im Angebot der Arbeitskräfte: „Jeder wird sich eine Nische suchen müssen“, erläuterte er. Eine spezialisierte Firma, bestätigte Hans-Joachim Scharrmann (Dortmund), brauche dann auch keine gewisse Größenordnung, um die Kosten zu decken.

Eine Qualitätssicherung sah das Forum durch die Mitgliedschaft im iGZ gegeben – die viel zitierten schwarzen Schafe der Zeitarbeitsbranche sitzen laut iGZ-Bundesgeschäftsführer Werner Stolz normalerweise nicht in den Verbänden. Zur Steigerung der Unternehmen mit Zeitarbeitnehmeranteil rechnete Ahrens mit einem großen Nachholbedarf der mittelständischen Unternehmen. Das Potenzial, unterstrich Thomas Altmann (Duisburg) der Zeitarbeit in NRW sei noch nicht ausgeschöpft. „Wie sieht die Zeitarbeit in zehn Jahren aus?“ wollte Dr. Sczesny wissen. Die Regionalkreisbeauftragten

sahen eine weitere Etablierung – nicht zuletzt auch dank des neuen Ausbildungszweiges zum Personaldienstleistungskaufmann -  voraus. In zehn Jahren gehört die Zeitarbeit zum Alltag in Deutschland. Durch die höheren Anforderungen der Entleihfirmen wird sich die Ausbildung und Qualität der Zeitarbeitnehmer erhöhen – und die Zeitarbeit wird Personaldienstleistungsbranche heißen, blickten die Gesprächsteilnehmer nach vorn.

Die Firmenbindung von Facharbeitern, die Zeitarbeit als Jobmotor und das Verhältnis des Arbeitsaufwandes von Kundenakquise und Personalfindung waren weitere Themen, für die sich Dr. Sczesny interessierte – die Ergebnisse der Studie, kündigte sie an, werden Ende Oktober vorliegen. Zurzeit laufe zudem ein Antrag auf Anhörung im NRW-Landtag.

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