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26. Mai 2008

Zeitarbeit als Jobmotor für alle Qualifikationsstufen bestätigt

Der Markt für Zeitarbeit und Personaldienstleistungen in Deutschland hat sich in 2007 erneut als Jobmotor bestätigt. So beschäftigten allein die Top 25 der Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2007 über 258.000 Zeitarbeitnehmer – das entspricht einem Plus von über 55.000 Arbeitsplätzen oder einem Wachstum von mehr als 27 Prozent gegenüber 2006. Zusätzlich stellten die Top 25 etwa 2.600 interne Mitarbeiter neu ein. Auch der Umsatz der 25 führenden Anbieterunternehmen stieg durchschnittlich um 28 Prozent auf insgesamt über 7,4 Milliarden Euro an. Das zeigt die aktuelle, jährlich erscheinende Lünendonk®-Liste 2008 „Führende Zeitarbeits- und Personaldienstleistungsunternehmen in Deutschland“.

Danach konnten die führenden 25 Anbieter wie in den Vorjahren stärker wachsen als der Gesamtmarkt: Nach Schätzungen des Marktforschungs- und Marktberatungs-Unternehmens Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, stieg das Marktvolumen für Zeitarbeit- und Personaldienstleistungen in Deutschland im Jahr 2007 um etwa 25 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Bei der Entwicklung dieser Marktprognose wurde aufgrund neuer statistischer Vergleichsinformationen das 2007 geschätzte Marktvolumen für das Jahr 2006 rückwirkend auf 11,7 Milliarden Euro angehoben.

Fachkräftemangel verschärft sich weiter

Nachdem sich der Fachkräftemangel bereits in 2006 als Wachstumshemmnis für die Zeitarbeits- und Personaldienstleistungsunternehmen ausgewirkt hatte, hat sich dieser Trend in 2007 weiter verschärft. „Besonders deutlich zeigt sich der Mangel an verfügbaren Fachkräften bei den Facharbeitern, den Ingenieuren und Konstrukteuren, die von den führenden Zeitarbeits-Unternehmen in 2007 besonders händeringend gesucht wurden“, sagt Hartmut Lüerßen, Partner Lünendonk GmbH. Darüber hinaus überstieg die Nachfrage auch bei IT-Spezialisten deutlich die Zahl der Bewerber. Diese Entwicklung hat sich inzwischen verfestigt. Eine substanzielle Entspannung beim Fachkräftemangel ist aus Sicht von Lünendonk in den nächsten Jahren nicht zu erwarten.

In der Folge des Fachkräftemangels bei den höheren Qualifikationen steigt der Anteil der Industrie-Services, dem Marktsektor der überwiegend einfacheren Qualifikationen, gemessen am Gesamtumsatz der Anbieterunternehmen seit Ende 2005 wieder an. Denn diese gesuchten Profile lassen sich deutlich schneller besetzen. „Zum einen ist die Zahl der Bewerber pro Arbeitsplatz um ein Vielfaches größer als etwa bei den Ingenieuren. Zum anderen gestaltet sich die Suche nach einem passenden Profil mit steigenden Qualifikationen und gefordertem Spezialisten-Know-how zunehmend komplexer, so dass auch die Stellenbesetzung üblicherweise länger dauert“, sagt Lüerßen.

Strategische Übernahmen im Fokus

Die Konsolidierung an der Marktspitze hat sich in 2007 weiter fortgesetzt. Nachdem die Übernahmen in 2006 und 2007 stark durch Investoren-gestützte Buy-and-Build-Strategien geprägt waren, unter anderem bei Tuja, Orizon, Timepartner oder Tempton, spricht derzeit vieles für verstärkte strategische Übernahmen der führenden europäischen und internationalen Zeitarbeitsunternehmen. Die Übernahme von Tuja durch Adecco steht genauso für diesen Trend wie die Ankündigung von Randstad, auf internationaler Ebene Vedior übernehmen zu wollen. Ein weiteres Beispiel ist das Unternehmen USG people, das Anfang 2008 das Zeitarbeitsgeschäft der Allgeier Holding gekauft hat.

Die detaillierte Studie 2008 „Führende Zeitarbeits- und Personaldienstleistungs-Unternehmen in Deutschland“ auf Basis der Befragung über Strukturen, Strategien, Planungen und Restriktionen der 25 führenden und etwa 40 weiterer mittelgroßer und kleinerer Zeitarbeits- und Personaldienstleistungs-Unternehmen in Deutschland wird die Lünendonk GmbH, Ende Juni zum Preis von 950,- Euro (pdf-Datei, zuzüglich MwSt. und inklusive Versand) vorlegen.

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