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3. Oktober 2007

Weiterbildungsprogramm der Regierung erreicht nicht jeden

Der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. (VDP) begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, die Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland spürbar zu erhöhen. Allein mit dem geplanten Instrument des Weiterbildungssparens wird dies nach Ansicht des Verbandes aber nicht gelingen. „Mit dem Modell des Weiterbildungssparens können ausschließlich Erwerbstätige erreicht werden“, erläutert VDP-Geschäftsführer Christian Lucas. „Geringqualifizierte, Arbeitslose und andere benachteiligte Gruppen bleiben dagegen weiterhin außen vor.“ Der VDP, in dem neben allgemein und berufsbildenden Privatschulen auch rund 1.000 private Weiterbildungseinrichtungen vertreten sind, bezieht sich auf Äußerungen des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Andreas Storm. Storm hatte am Donnerstag (27.09.07) in Frankfurt gesagt, das Ziel der Bundesregierung sei es, die Beteiligung der Bevölkerung an Weiterbildung bis zum Jahr 2015 von 41 auf 50 Prozent zu steigern.

„Es ist schön, dass auch die Bundesregierung endlich die große Bedeutung von Weiterbildung für den Wirtschaftsstandort Deutschland erkannt hat. Immerhin war sie es, die die Mittel zur Förderung der beruflichen Weiterbildung seit Anfang des Jahrzehnts drastisch zurückgefahren hat“, kommentiert Lucas. „Das Weiterbildungssparen allein wird aber nicht ausreichen, um die dringend nötige Beteiligung aller Gesellschaftsschichten an der Weiterbildung zu erreichen.“ Geringqualifizierte, Arbeitslose, aber auch Migranten und nicht erwerbstätige Frauen seien weiterhin auf geförderte Weiterbildungsmaßnahmen angewiesen, so Lucas: „Nicht zuletzt sind diese Personengruppen wichtige Ressourcen, auf die eine Volkswirtschaft wie unsere nicht verzichten kann – insbesondere vor dem immer wieder beklagten Fachkräftemangel.“

Instrumente wie Bildungssparen oder geförderte Weiterbildungsmaßnahmen müssen nach Einschätzung des VDP außerdem durch entsprechende Beratungsmöglichkeiten begleitet werden. Lucas: „Viele Menschen wissen gar nicht, welche Weiterbildungsangebote sie wahrnehmen können. Insbesondere Geringqualifizierte sind mit der Auswahl geeigneter Maßnahmen oft überfordert und brauchen fachkundige Hilfe.“ Außerdem seien deutlich größere Anstrengungen nötig, um sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber von der Notwendigkeit präventiver Weiterbildung zu überzeugen.

Der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fach-/Hochschulsektor). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.

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