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21. Juni 2011

Best Practice Day in Darmstadt

Auf dem Best Practice Day am 7. Juni 2011 in Darmstadt, ausgerichtet von der Unternehmensberatung Staufen AG,  wurde mit insgesamt 320 Teilnehmern dieses Jahr der Frage nachgegangen, welche Aufgaben Führungskräfte heutzutage innehaben. Die Antwort: „Alle Führungskräfte sind Lehrer“, so Dr. Jeffrey Liker, Lean-Experte. So obliege ihnen nicht mehr nur die fachliche Ausbildung ihrer Mitarbeiter. Vielmehr sollten Führungskräfte diese dazu anhalten, selbstverantwortlich mit Problemen umzugehen, und dadurch Engagement und eine positive Grundeinstellung anzuregen. In einer sich ständig ändernden Wirtschaftsumwelt nimmt die Bedeutung der Fähigkeiten, sich dynamisch anzupassen und kreativ neuen Herausforderungen zu begegnen, zunehmend zu. Sogar Wettbewerbsvorteile können durch ein solches Verhalten der Mitarbeiter generiert werden. Ein starkes Unternehmen fuße auf starken Mitarbeitern, so Liker.

Da der Wirtschaftsstandort Deutschland keine großen Rohstoffreserven aufzuweisen hat und die Lohnkosten hierzulande überdurchschnittlich hoch sind, muss eine Lösung gefunden werden, Deutschlands Bedeutung dahingehend nicht zu schwächen, sondern sogar noch zu stärken. Die beste Möglichkeit, dies zu tun, ist laut der Staufen AG die Effizienz der hier arbeitenden Personen und der angewandten Arbeitsprozesse zu erhöhen. Im Rahmen des Best Practice Days wurden zu diesem Thema internationale Referenten angehört sowie Fallstudien direkt aus der Unternehmung präsentiert.

Im Fokus stand hierbei das so genannte Lean Management, bei dem die Menschen, die in   einem Unternehmen arbeiten, immer weiter in den Vordergrund rücken. Dabei gewinnen - verglichen mit den traditionellen Werkzeugen im Lean Management, wie beispielsweise Kanban - zunehmend die Führungskräfte an Bedeutung sowie die Überzeugung, dass es grundsätzlich keine „faulen und unwilligen Mitarbeiter“ gibt. Lediglich die Qualität der Beziehung zwischen Vorgesetzten und Arbeitnehmer bestimmt, ob Prozessverbesserungen realisiert werden können oder eben nicht. Mike Rother, ebenfalls Lean-Experte der Staufen AG, merkt an, dass man an der Einstellung der Mitarbeiter arbeiten sollte: „Diese verändert man aber nur durch drei Dinge. Die Führungskraft muss das gewünschte Verhalten vorleben, die Mitarbeiter müssen ermutigt werden, neue Wege zu gehen und neue Verhaltensmuster zu übernehmen - und diese müssen sie letztendlich üben, üben, üben.“ Jeffrey Liker vergleicht diesen Prozess mit dem Erlernen eines Musikinstruments: „Man ist nicht in zwei Wochen Meister seines Fachs. Verbesserungen brauchen Zeit, und das muss man zulassen.“ Zur Sicherung der Nachhaltigkeit ist es außerdem entscheidend, langfristig zu planen - manchmal auch auf Kosten der kurzfristigen Ziele.

Neben den Unternehmensprozessen ist eine entsprechende Entwicklung der Mitarbeiter ebenfalls kritisch. Unter den altbekannten Mottos „Verschwendung vermeiden“ - „Wertschöpfung steigern“ rückt nun vermehrt der Faktor Mensch ins Zentrum. Dabei gilt: „Befähigen statt Belehren“. Die Fähigkeiten zu vermitteln, Probleme selbständig lösen zu können, ist dabei wesentlich essentieller und auch zeitgemäßer als die reine Vorgabe von Lösungswegen für ein bestimmtes Problem. Nur so können sich ganze Unternehmen schneller den veränderten Umständen anpassen. Liker hebt dabei ganz besonders die Produktionsmitarbeiter hervor, denn diese „haben wortwörtlich das Produkt in der Hand. Der Rest der Angestellten, Manager etc. ist in erster Linie dazu da, dafür zu sorgen, dass ihre Arbeit bestmöglich gelingt. Das schließt die persönliche Entwicklung dieser Mitarbeiter mit ein.“

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