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26. Oktober 2012

Bewerbermangel auf dem Ausbildungsstellenmarkt: Unternehmen bleiben zuversichtlich

Von den rund 470.000 ausbildenden Betrieben in Deutschland hat inzwischen über ein Drittel große Probleme bei der Rekrutierung geeigneter Auszubildender. Dennoch planen die Unternehmen nicht, ihr Ausbildungsangebot einzuschränken oder sogar ganz aus der betrieblichen Ausbildung auszusteigen. Der Trend geht sogar in die andere Richtung: Wie eine repräsentative Umfrage des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt, planen 75% der Betriebe, unverändert an ihren Ausbildungsmaßnahmen festzuhalten, 16% wollen diese sogar ausweiten. Nur 7,4% sehen sich gezwungen, ihr Ausbildungsangebot zu reduzieren, lediglich 1,4% planen den Ausstieg aus der Ausbildung. Die Ergebnisse der Befragung wurden bereits veröffentlicht in der neusten Ausgabe des BIBB REPORTs, Heft 19/12 : „Vom Regen in die Traufe? Unbesetzte Ausbildungsstellen als künftige Herausforderung des Ausbildungsstellenmarktes.“

Die eher zuversichtlich gestimmten Unternehmen schätzen die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt dabei durchaus realistisch ein: Etwa dreiviertel der Betriebe gehen von zunehmend größer werdenden Problemen bei der Azubi-Rekrutierung aus.

Die Autoren der Studie prognostizieren, dass sich der demografische Umbruch sowie der Strukturwandel unter den Schulabgängern mit der anhaltenden Tendenz zu höheren Schulabschlüssen jedoch nicht gleichmäßig auf die einzelnen Betriebsgrößenklassen, Branchen und Regionen auswirken.  Die folgenden Betriebe werden vermutlich den größten Schwierigkeiten ausgesetzt sein:

  • Handwerksbetriebe und allgemein Kleinstbetriebe sowie kleinere Betriebe des Mittelstands mit weniger als 20 Mitarbeitern,
  • Betriebe in den neuen Bundesländern,
  • Betriebe mit einem Ausbildungsangebot von Berufen, die bei Jugendlichen wenig bekannt sind und/oder wenig attraktiv eingeschätzt werden,
  • Betriebe in Regionen, in denen sich die Ausbildungsverhältnisse durch den Rückgang der Bewerber um Ausbildungsstellen zunehmend entspannen,
  • Betriebe in Regionen, in denen die Anteile der Schulabgänger mit höheren Abschlüssen bereits hoch sind bzw. weiter zunehmen werden.

Um den Rekrutierungsproblemen besser begegnen zu können, empfehlen die BIBB-Experten den betroffenen Betrieben, praktische Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Ausgangssituation einzusetzen. Dazu gehören beispielsweise eine Vielzahl von Rekrutierungsstrategien: Umso persönlicher und verbindlicher die Kontaktaufnahme zu den Jugendlichen erfolgt und umso größer der Einblick der Jugendlichen in die angebotenen Ausbildungsberufe – zum Beispiel via Praktika oder Betriebsbesichtigungen –, desto stärker steigen die Chancen für die Unternehmen, geeignete Auszubildende einstellen zu können. Auch eine geeignete Selbstvermarktung des Betriebs über soziale oder regionale Netzwerke könnte sich langfristig auszahlen.

 

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