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4. Dezember 2007

Die Arbeitszufriedenheit in Deutschland ist höher als in Schweden

Die Arbeitszufriedenheit der Berufstätigen fällt in Schweden deutlich niedriger aus als in Deutschland. Das ergab eine internationale überbetriebliche Mitarbeiterbefragung des Münchner geva-instituts. Viele Schweden können sich mit ihrem Unternehmen und ihrem Job nur wenig identifizieren, beklagen darüber hinaus auf einem vergleichsweise hohen Freizeitniveau eine unausgewogene Work-Life-Balance. Auch mit der Bewertung der eigenen Arbeitsleistung durch ihre Führungskräfte sind sie deutlich unzufriedener als die Deutschen.

Nur die Jobsicherheit wird im skandinavischen Königreich als höher empfunden. Fast 60 Prozent der Befragten glauben zudem, nach einem etwaigen Jobverlust sehr schnell wieder einen neuen Arbeitsplatz finden zu können. Hierzulande sind nur 45 Prozent derart optimistisch.

Womöglich aus diesem Grund würde jeder zweite Deutsche – aber nur jeder achte Schwede – es akzeptieren, mehr zu arbeiten und weniger zu verdienen, wenn sich dadurch seine berufliche Zukunft verbessert. Daneben ist in Deutschland jeder Dritte bereit, eigenes Geld und Freizeit in sein berufliches Fortkommen zu investieren. In Schweden käme das nur für jeden Sechsten in Frage. Damit ist das Engagement, sich aktiv um die eigene Beschäftigungsfähigkeit zu kümmern, unter den Schweden sehr viel schwächer ausgeprägt als bei den Deutschen.

Deutsche lieben starke Chefs, Schweden mögen den Konsenstyp

Sogenannte Alpha-Typen sind in Führungspositionen deutscher Unternehmen gerne gesehen: Über 80 Prozent der Arbeitnehmer erwarten hierzulande von ihren Chefs Entschlusskraft, Durchsetzungsstärke und Souveränität. Jeder Zweite will klaren Vorgaben folgen können. Vorgesetzte sollen außerdem Wert auf Wettbewerb und Leistung legen.

Nicht so in Schweden. Dort mag nur jeder Sechste von seinem Chef genaue
Anweisungen erhalten. Genauso wenige Mitarbeiter betrachten es im Gegensatz zu jedem zweiten deutschen Kollegen als positiv, wenn sich ihr Vorgesetzter nicht von abweichenden Vorstellungen oder äußeren Veränderungen beeinflussen lässt. Stattdessen werden hier motivierende, teamorientierte Führungskräfte bevorzugt, die sich mehr von ihrer Intuition leiten lassen und vor allem nach Konsens streben. Sie sollen für Gleichbehandlung, Solidarität und ein gutes Betriebsklima sorgen.

Schwedische Chefs scheinen auch kritikfähiger zu sein als deutsche Manager: 63 Prozent wären nach Meinung ihrer Mitarbeiter dazu bereit, in einer anonymen Mitarbeiterbefragung ihr Führungsverhalten auf den Prüfstand zu stellen. In Deutschland trauen das nur 35 Prozent ihrem Vorgesetzten zu.

Ausländische Chefs haben bei schwedischen Mitarbeitern generell bessere  Karten als in Deutschland. Wenn Schweden im Ausland arbeiten müssten, würden sie das am liebsten in England oder in den USA tun. Immerhin 43 Prozent könnte sich auch mit Deutschland als neuer Heimat anfreunden.

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