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8. November 2012

Globale Benefit-Strategie zentralisieren

Betriebliche Nebenleistungen wie Alters- und Gesundheitspläne gingen in den vergangenen 10 Jahren weltweit mit unvermindert steigenden Kosten und Risiken einher. International tätige Unternehmen planen, diesem Trend zu begegnen, indem sie ihre Kontrolle über ihre globalen Leistungspläne und die zugehörige Benefits-Strategie ausweiten. Diese Erkenntnis ergab eine Studie zur Corporate Governance der globalen Sozialleistungsprogramme der Beratungsgesellschaft Aon Hewitt. Hieran beteiligten sich 140 multinationale Firmen, vornehmlich aus Nordamerika und Europa. Weniger als 20% der Befragten sind sich sicher, dass in den lokalen Niederlassungen die international geltenden Benefits-Richtlinien eingehalten werden. 90% der Teilnehmer planen den Aufbau eines Richtlinienwerks innerhalb der nächsten 36 Monate. Hier erwarten sie, dass Kompetenzen zurück in die Firmenzentrale verlagert werden. Bis jetzt haben jedoch nicht einmal die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen formale Strukturen für den globalen Umgang mit Nebenleistungen implementiert. Dem Plan der Unternehmen stehen dabei die vielfältigen Herausforderungen entgegen, denen sich multinationale Firmen in den Industrie- und Schwellenlädern stellen müssen.

International positionierte Firmen sind in den unterschiedlichsten Ländern tätig – und geben beträchtliche Summen dafür aus, ihren Mitarbeiter aus aller Welt Nebenleistungen im Rahmen der Gesamtvergütung zu zahlen. Mit der zunehmenden Volatilität der Märkte steigt jedoch auch der Druck, das Beste aus diesem Aufwand herauszuholen. Gemäß der Studie wissen allerdings viele der Verantwortlichen noch nicht einmal, welche Nebenleistungsprogramme im Rahmen der Benefit-Strategie in den einzelnen Ländern angeboten werden -  geschweige denn, wie teuer diese Programm sind, welche Risiken damit verbunden sind und welchen Nutzen sie erzielen. Hinzu kommt, dass sich die Firmen nun den eventuell teuren Konsequenzen aus Entscheidungen früherer Zeiten stellen müssen. Insbesondere die Kosten von Betriebsrenten und betrieblichen Krankenversicherungen explodieren derzeit vor dem Hintergrund sinkender Zinsen und dem demografischen Wandel. Das gilt vor allem für die reifen Märkte der Industrienationen. Zur gleichen Zeit jedoch herrscht ein Fachkräftemangel und die Firmen sind gezwungen, Nebenleistungen zu offerieren, um auf dem Arbeitsmarkt weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies gilt besonders für die Wachstumsmärkte wie China und Brasilien.

Bart Breemans von Aon Hewitt erklärt: „Unsere Studie zeigt, dass viele Unternehmen die Lösung darin sehen, die Prozesse in der globalen Benefit-Strategie zu zentralisieren.“ Die Multinationals zeigten sich laut der Studie bisher mehrheitlich sehr flexibel gegenüber Entscheidungen, die auf Länderebene getroffen werden – was allerdings mit deutlichen Problemen bei der Umsetzung einhergeht. „Durch eine Zentralisierung erhoffen sie sich vor allem mehr Kontrolle über Kosten und Risiken der Nebenleistungen. Dieser Trend ist bereits zu beobachten: Noch vor fünf Jahren gab es bei nur einem Viertel der Befragten zentralisierte Strukturen – laut der aktuellen Befragung sind es heute zwei Drittel, Tendenz steigend“, so Breemans.

Etwa 50% der befragten Unternehmen verfügt bereits über eine globale Richtline zu betrieblichen Nebenleistungen. Jedoch zeigen die Ergebnisse der Befragung, dass dies noch nicht ausreicht, um eine erfolgreiche Benefit-Strategie auf globaler Ebene umzusetzen. Wichtig sind formale, unternehmensweite, regionale und lokale Strukturen, die es erlauben, den Umgang mit den Benefit-Plänen zu messen und zu steuern sowie die Risiken auf einem angemessenen Niveau anzugehen. Gleichzeitig ergibt sich daraus die Möglichkeit, operative Kosten einzusparen und kleinere Standorte zu entlasten. Breemans resümiert: „Vor allem gilt es aber eines sicherzustellen: Alle notwendigen Informationen zum Design der Benefits, den finanziellen Hintergründen und operativen Prozessen müssen an einer Stelle zusammenlaufen. Nur so kann ein zentraler Überblick über die globale Benefit-Landschaft gewährleistet werden.“

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