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13. März 2009

Gehaltsranking Westeuropa: Deutsche Manager weiterhin im oberen Feld

Als Reaktion auf die globale Finanzkrise fielen die Gehaltserhöhungen von 2008 auf 2009 in vielen Ländern geringer aus als in den Vorjahren. So verzeichneten Geschäftsführer in Großbritannien Gehaltszuwächse von 2,9 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent), in der Schweiz erhöhten sich die Grundgehälter im Top-Management um 4,3 Prozent und in Deutschland um vier Prozent (Vorjahreswerte: 4,5 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent). Es ist jedoch nicht in allen Ländern und Branchen mit einer Reduzierung der Gehaltsbudgets zu rechnen. „Die getrübte Konjunkturentwicklung, insbesondere hervorgerufen durch die Finanzmarktkrise, führt nicht zwingend zu einer Stagnation der Gehaltsentwicklung. Ein Trend zur grundsätzlich restriktiven Verteilung der Budgets kann jedoch festgestellt werden“, sagt Alexander v. Preen, Geschäftsführer der Kienbaum Management Consultants.

Britische und deutsche Vorstandschefs liegen im Gehältervergleich in Westeuropa weiter vorn: Die Jahresgesamtbezüge eines britischen Vorstandschefs in einem Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern betragen 585.000 Euro, sein Kollege in Deutschland verdient 535.000 Euro. Im Mittelfeld liegen Vorstände und Geschäftsführer aus Schweden mit einem Jahresgesamtgehalt von 420.000 Euro. Das untere Ende der Rangfolge bilden niederländische CEOs mit 271.000 Euro und spanische CEOs mit 230.000 Euro Jahresgesamtgehalt. Europaweit verdienen Geschäftsführer in den meisten Ländern aktuell weniger als im Jahr 2007.

Dies sind Ergebnisse der Studie „Remuneration in Western Europe 2009“, erstellt von der Managementberatung Kienbaum in Zusammenarbeit mit dem European Compensation Network. Im Rahmen der Studie wurden die Vergütungsangaben von 131.047 Positionen aus insgesamt 4.307 Unternehmen ausgewertet. Die Untersuchung umfasst Ergebnisse aus Belgien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Spanien, Schweden und der Schweiz.

Britische Unternehmen zahlen am meisten

Im Gesamtranking der Gehälter über alle Positionen hinweg bilden Großbritannien, die Schweiz, Deutschland und Österreich die Spitzengruppe, gefolgt von den Niederlanden, Irland und Belgien. Am unteren Ende des Rankings liegen Schweden, Italien, Spanien und Frankreich. So verdient ein Vertriebsleiter in Großbritannien in Unternehmen mit 100 bis 1.000 Beschäftigten 191.000 Euro, in der Schweiz 137.000 Euro und in Österreich 133.000 Euro. In Italien und Frankreich liegen die Gesamtbezüge bei durchschnittlich 122.000 Euro beziehungsweise 109.000 Euro. Im Vergleich zu den Vorjahren konnten Österreich, die Schweiz und Belgien insgesamt ihre Position im europäischen Vergleich verbessern. Dagegen sind Frankreich und Irland im Ranking etwas weiter nach hinten gerückt.

Funktionsbereiche bestimmen die Vergütung

Im Vergleich der Funktionsbereiche gibt es ebenfalls Vergütungsunterschiede: Im Finanzbereich lassen sich hohe Gehälter in den meisten Ländern am besten realisieren. In Unternehmen mit 100 bis 1.000 Mitarbeitern beträgt das Gehalt eines Finanzdirektors zum Beispiel in Frankreich 129.000 Euro und in Deutschland 128.000 Euro, während ein Personalleiter auf 106.000 beziehungsweise 117.000 Euro kommt. Generell verdienen Führungskräfte der ersten Ebene unterhalb der Geschäftsführung in den Bereichen Finanzen, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung am besten. In der Produktion werden hingegen geringere Gehälter gezahlt.

Variable Bezüge unter den Top-Verdienern von großer Bedeutung

„Gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten sind der Aufbau beziehungsweise die Stärkung eines atmenden Vergütungssystems und die Überprüfung der Anreizwirkung bestehender variabler Vergütungsmodelle wichtige Marktanforderungen. So können Kontrolle der Personalkosten (attraktive Gehälter in erfolgreichen Jahren, sinkender Gehaltsaufwand in schwierigen Zeiten) und Nachhaltigkeit der Anreizwirkung gewährleistet werden“, sagt Alexander v. Preen. Leistungsbezogene Zahlungen nehmen bei britischen, deutschen und österreichischen Geschäftsführern einen besonders hohen Stellenwert ein: Deren Jahresgesamtbezüge bestehen im Mittel zu 30 Prozent aus variablen Vergütungsanteilen. In italienischen und französischen Unternehmen beziehen Geschäftsführer lediglich 10 bis 15 Prozent ihres Gehalts als Bonifikationen. Diese Relation bezieht sich auf das Zieleinkommen. Je nach wirtschaftlicher Situation des Unternehmens sowie individueller Leistung der Führungskraft streuen die variablen Zahlungen beträchtlich. Sie können 50 Prozent und mehr der Gesamtvergütung ausmachen – oder völlig wegfallen. Im Zuge der Finanz- und Konjunkturkrise wird die Kurve dieser Vergütungsteile eher nach unten zeigen.

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