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11. April 2008

Kaum leistungsorientierte Vergütung im Tarifabschluss

Im aktuellen Tarifabschluss des Öffentlichen Dienstes ist, entgegen der Vorhaben aus der Tarifreform des Jahres 2005, eine weitere Erhöhung der leistungsabhängigen variablen Gehaltsanteile ausgeblieben. Trotz des relativ hohen Abschlusses von rund acht Prozent mehr Lohn ist es den Tarifparteien nicht gelungen, zumindest eine moderate Steigerung des variablen Anteils im verfügbaren Budget zu verankern. In Krankenhäusern ist die Ausschüttung bis zum Jahr 2009 gänzlich gestoppt.

„Ziel der Tarifreform 2005 war ursprünglich die Ablösung beamtenähnlicher Bezüge durch zeitgemäße Vergütungsstrukturen mit einem deutlicheren Fokus auf der Leistungsorientierung auch im Sinne moderner Führung. Ziel war es, so die Effizienz und Kundenorientierung in Einrichtungen der öffentlichen Hand zu steigern. Das festgeschriebene Ziel, den variablen Anteil von derzeit einem Prozent auf acht Prozent zu steigern und auf ein mit anderen Branchen der freien Wirtschaft vergleichbares Niveau zu bringen, ist durch den aktuellen Abschluss in weite Ferne gerückt“, sagt Dr. Martin von Hören, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Managementberatung Kienbaum.

Öffentlicher Dienst hinkt hinterher

Der Blick in andere Branchen zeigt, dass moderne Vergütungssysteme einen wesentlichen Beitrag zur zielgerichteten Motivation der Mitarbeiter leisten. Sie steigern damit die Effizienz der Arbeit und die Qualität der Ergebnisse. Und: Nicht nur in der Privatwirtschaft sind leistungsorientierte Vergütungsbestandteile längst Normalität und liegen bei Führungskräften in der Regel bei 20 bis 25 Prozent der Gesamtbezüge mit steigender Tendenz. Das gilt aber nicht nur für Führungskräfte. Auch für Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung gewinnen variable Entgeltbestandteile – ebenso wie in der Privatwirtschaft – im öffentlichen Bereich an Bedeutung, etwa bei Sparkassen (rund ein Monatsgehalt) oder bei kommunalen Energieversorgern (vier bis zehn Prozent des Jahresgesamtgehaltes). 

Besonders heikel erscheint der Abschluss mit Blick auf die Krankenhäuser: Hier sind erhebliche Effizienzsteigerungen notwendig, um unter immer schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einem zunehmend umkämpften Markt bestehen zu können. „Die Distanzierung von modernen Anreizinstrumenten zeigt in die entgegen gesetzte Richtung und droht, bereits vorhandene Systeme in ihrer Wirkung auszuhebeln. Es bleibt zu hoffen, dass in den Einrichtungen, in denen ein Umdenken längst eingesetzt hat und anreizwirksame Vergütungssysteme bereits angewendet werden, dieser Weg dennoch weiter gegangen wird“, sagt Dr. Martin von Hören.

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