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18. September 2007

Kienbaum Studie: Geschäftsführer-Gehälter steigen wieder stärker

Die Grundgehälter der deutschen Geschäftsführer sind im vergangenen Jahr wieder deutlicher gestiegen als im Vorjahr. Wie die Managementberatung Kienbaum in ihrer aktuellen Gehaltsstudie „Geschäftsführer 2007“ ermittelt hat, legten die Bezüge im Zeitraum vom 1. Mai 2006 und dem 1. Mai 2007 um durchschnittlich 4,9 (Vorjahr 3,0) Prozent zu. Die Gehälter der Gesellschafter-Geschäftsführer wurden mit 3,8 Prozent etwas zurückhaltender erhöht als die der Angestellten-Geschäftsführer mit durchschnittlich 5,5 Prozent. „Die Gehaltszuwächse sind ein Indiz für die anhaltend gute Konjunktur und die positive Ertragslage in vielen Unternehmen. Die Nachfrage nach Fach- und Führungskräften ist zudem weiter gewachsen“, sagt Christian Näser, Projektleiter der Studie. Die Gehaltsanpassungen fallen allerdings individuell sehr unterschiedlich aus. Ein beträchtlicher Teil insbesondere der Gesellschafter-Geschäftsführer hat im Beobachtungszeitraum keine oder eine nur geringe Erhöhung der Grundbezüge erfahren. Auf der anderen Seite verzeichnete eine Reihe vor allem jüngerer Geschäftsführer erheblich höhere Gehaltserhöhungen – teilweise um mehr als 10 Prozent. Im Rahmen der Studie wurden 679 Geschäftsführer-Positionen in 391 Unternehmen untersucht.

Deutliche Unterschiede

Auch die Höhe der Jahresgesamtbezüge von Geschäftsführern weist eine außerordentlich hohe Spannbreite auf. Sie reicht von weniger als 70.000 Euro bis zu mehr als 1,7 Millionen Euro im Jahr. Ein Drittel der Geschäftsführer verdient dabei bis 175.000 Euro, bei einem weiteren Drittel bewegt sich das Gehalt zwischen 175.000 und 275.000 Euro, das letzte Drittel liegt noch darüber. Neun Prozent der Geschäftsführer überschreiten in diesem Jahr die Schwelle von 500.000 Euro. Nach wie vor übt dabei die Unternehmensgröße gemessen an Umsatz, Beschäftigtenzahl oder Bilanzsumme den stärksten Einfluss auf die Gehaltshöhe aus. So erhält der Geschäftsführer eines Unternehmens mit bis zu 50 Mitarbeitern durchschnittlich 178.000 Euro, während die Gesamtbezüge eines Geschäftsführers in einem Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern durchschnittlich 486.000 Euro betragen.

Unterschiede je nach Kapitalbeteiligung

Unterschiede ergeben sich aber auch je nach Kapitalbeteiligung des Geschäftsführers. Die Streuung der Gesamtbezüge von Gesellschafter-Geschäftsführern ist erheblich breiter als diejenige von Geschäftsführern ohne Beteiligung. Ein Angestellten-Geschäftsführer in einem Unternehmen mit bis zu 7,5 Millionen Euro Umsatz erhält durchschnittlich 139.000 Euro, bei einem Umsatz von zwischen 250 und 500 Millionen Euro werden im Schnitt 415.000 Euro gezahlt. Die vergleichbare Spanne reicht bei Gesellschafter-Geschäftsführern von 182.000 bis hin zu 605.000 Euro. „Gesellschafter-Geschäftsführer haben die Möglichkeit, Vergütungs<wbr></wbr>spielräume nach oben auszunutzen. Andererseits treten sie häufig in jungen Jahren in die Geschäftsführung ein und sind zunächst niedrig dotiert.  Zudem sind Gesellschafter-Geschäftsführer häufig bereit, eine Unterbezahlung in Kauf zu nehmen, wenn die Unternehmenssituation dies erfordert“, erklärt Christian Näser die stärkere Streuung.

Ertragslage bestimmt Vergütung mit

Die Höhe der Vergütung von Geschäftsführern hängt auch in starkem Maße von der Ertragslage des Unternehmens ab. Unternehmen mit überdurchschnittlichen Gewinnen honorieren ihre Geschäftsführung überdurchschnittlich (plus 13 Prozent), bei unterdurchschnittlicher Gewinnlage oder Verlusten müssen Geschäftsführer erhebliche Einkommenseinbußen hinnehmen (minus 22 Prozent). „Die Unterschiede erklären sich zum großen Teil durch die unterschiedliche Häufigkeit und Höhe der variablen - durchweg gewinnorientierten – Vergütungs<wbr></wbr>elemente“, sagt Näser.

Long Term Incentives

Erstmals wurden die Teilnehmer nach langfristig wirksamen Leistungsanreizen (Long Term Incentives) befragt. Es zeigt sich, dass sich zwischen Gesellschafter- und Angestellten-Geschäftsführern hinsichtlich der Verbreitung solcher Instrumente kaum ein Unterschied ergibt. Insgesamt 16 Prozent der beteiligten Geschäftsführer haben Anspruch auf Long Term Incentives. Deren Form unterscheidet sich jedoch zwischen beiden Gruppen deutlich. So nehmen 45 Prozent der berechtigten Angestellten-Geschäftsführer an Aktienoptionsplänen teil, aber nur 20 Prozent der Gesellschafter-Geschäftsführer. Umgekehrt ist das Verhältnis bei langfristigen Erfolgsbeteiligungsplänen (3 zu 45 Prozent).

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