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31. Juli 2009

Krisenstrategien: Unternehmen sind schlecht vorbereitet

Die deutschen Unternehmen sind auf die Wirtschaftskrise nur unzureichend vorbereitet. Folgerichtig setzen sie vornehmlich auf kurzfristige Maßnahmen: An erster Stelle steht der Abbau von Überstunden (89 Prozent), gefolgt von Einstellungsstopps (83 Prozent). 63 Prozent der Unternehmen nutzen das Mittel der Kurzarbeit, nur wenige sehen hier aber weiteren Spielraum, trotz der von der Bundesregierung angekündigten Ausdehnung der Bezugsdauer auf 24 Monate. Obwohl 40 Prozent der Unternehmen Teile ihrer Produktion stoppen, haben bisher lediglich 28 Prozent Mitglieder der Stammbelegschaft freigesetzt. Aber 53 Prozent sagen, dass sie Mitarbeiter entlassen werden, wenn sich die Krise weiter verschärft. Dies sind Ergebnisse der Studie „Strategien in der Krise“, durchgeführt von der Managementberatung Kienbaum. An der Studie haben sich mehr als 400 Unternehmen aller Branchen und Größen beteiligt.

Alle Branchen sind von der Krise betroffen

Die Kienbaum-Studie zeigt, dass der aktuelle Abschwung alle Branchen und Größen trifft. Am stärksten betroffen sind die Automobilindustrie sowie der Maschinen- und Anlagenbau. Insgesamt sagen 92 Prozent der teilnehmenden Unternehmen, dass sie signifikante Auftragsrückgänge zu verzeichnen haben. 68 Prozent der Unternehmen haben zudem Probleme in der Preisdurchsetzung. „Die Abwrackprämie hat zu einer signifikanten Senkung der Preise bei Einstiegsmodellen geführt. In Zeiten wirtschaftlicher Erholung wird es für die Unternehmen schwierig werden, auf ein höheres Ursprungsniveau zurückzukehren. Das Beispiel zeigt, dass die Krise und ihre Folgen die deutsche Wirtschaft nachhaltig beschäftigen werden“, sagt Olaf Geyer, Projektleiter der Studie.

Klamme Finanzlage macht Unternehmen zu schaffen

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (56 Prozent) sind  von  Finanzierungsengpässen betroffen, die zum Teil existenzbedrohend sind. Die Mehrheit sieht darin auch ein schwerwiegendes Hindernis bei der Umsetzung von Restrukturierungs- und Entwicklungsmaßnahmen. „Da alle ‚Player’ in den Märkten betroffen sind, also Lieferanten und Kunden, ist die Entwicklung ganzer Wirtschaftszweige über die gesamte Wertschöpfungskette bedroht. Gleichzeitig versäumen es Unternehmen, wirklich alle möglichen Instrumente der Kostenreduzierung anzuwenden. Erstaunlich ist beispielsweise die geringe Insourcing-Quote von elf Prozent. Dabei lassen sich durch Prozessoptimierung, Kapazitäts- und Volumenmaßnahmen sowie aktives Working-Capital-Management signifikante Ergebnisstabilisierungen erreichen“, sagt Geyer.

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