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26. April 2011

Mütter müssen sich immer noch zwischen Familie und Beruf entscheiden


Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen untersuchte den derzeitigen Zusammenhang zwischen der Berufstätigkeit von Frauen und deren familiäre Situation. Die Untersuchungen zeigen, dass sich Frauen nach wie vor in einem starken Maße zwischen Ehe und Kindern und einem Vollzeitjob entscheiden müssen. Im Jahre 2001 arbeiteten deutsche Mütter durchschnittlich länger pro Woche als heute.

In Westdeutschland arbeiten Mütter je nach Alter ihrer minderjährigen Kinder im Schnitt zwischen 6,3 und 19.1 Stunden pro Woche, in Ostdeutschland beläuft sich dieser Wert auf rund 20 Wochenstunden bei den Müttern von 3 - 5-jährigen Kindern, auf ca. 25 Stunden bei Müttern von 15-17-Jährigen. Im Vergleich der Jahre 2000 und 2007 zeigen sich sinkende Arbeitsvolumina bei fast allen Altersgruppe, so Christine Franz, Forscherin am IAQ.

Dabei sieht sich Deutschland einem Fachkräftemangel gegenüber, den diese Entwicklung nun noch verschärft. Dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) zufolge sind rund 1,5 Millionen Vollzeitstellen in Deutschland frei, die durch Frauen und Mütter, die gerade nicht erwerbstätig sind, besetzt werden könnten. Dazu müsste aber die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden, so das IZA.

Laut IQA gehen derzeit die Zahlen vollzeitbeschäftigter Mütter zurück. Sogar bei fast volljährigen Kindern gehen lediglich 25% der Mütter einer vollen Stelle nach. Dabei zeichnen sich Unterschiede zwischen Ost und West ab: In Ostdeutschland liegt die Beschäftigtenrate unter den Müttern deutlich höher. Aber auch hier sind diese Zahlen - besonders bei Müttern von Schulkindern - stark gesunken.

Bei den Väter bleibe eine hohe Erwerbsbeteiligung konstant, so das IQA. Auch das Alter der Kinder sowie der Umfang der Erwerbstätigkeit spielen keine Rolle. Der Anteil der teilzeitbeschäftigten Väter liegt im Westen gerade mal bei rund 3,5%, im Osten ein wenig höher. Dies mag aber ebenso von der Tatsache herrühren, dass die Teilzeitbeschäftigung in Ostdeutschland sowohl bei Männern als auch bei Frauen nicht unbedingt freiwillig gewählt wird. Nur bei einem sehr geringen Anteil der Väter mit Kindern unter 2 Jahren zeichnet sich offenbar eine familiär begründete Reduktion der Arbeitszeit ab, insgesamt kann aber keine familienorientierte positive Veränderung des männlichen Erwerbsverhalten festgestellt werden.

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