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17. Juli 2009

Kienbaum Schweiz veröffentlicht aktuelle Kadersalärstudie

In den Führungsetagen der Schweizer Unternehmen ist die Krise bislang noch kaum spürbar: Die Gehälter der Führungskräfte in der Schweiz sind im Vergleich zum Vorjahr um drei bis vier Prozent gestiegen. Damit lagen die Gehaltssteigerungen in etwa auf Vorjahresniveau. Das ergab die aktuelle Kadersalärstudie der Managementberatung Kienbaum, die auf den Angaben von 390 Unternehmen zu 10.065 Einzelpositionen basiert. „In vielen Branchen war das Geschäftsjahr 2008 noch erfolgreich. Deshalb sind variable Zahlungen in gewohntem Umfang geflossen und die Grundgehaltssteigerungen in voller Höhe bei den Führungskräften angekommen. Das wird sich in diesem Jahr ändern“, sagt Alexander v. Preen, Direktor der Kienbaum (Schweiz) AG und Geschäftsführer der Kienbaum Management Consultants GmbH in Deutschland. Er erwartet für 2009 einen Rückgang der variablen Bezüge im zweistelligen Bereich und entsprechend niedrigere Gesamtgehälter. „Die Krise wird viele Branchen in  diesem Jahr stark beschäftigen und die Geschäftsergebnisse werden vielerorts einbrechen. Deshalb sinken die Boni signifikant, was die Führungskräfte bei der Auszahlungsrunde im Frühjahr 2010 spüren werden. Dieser Zyklus ist immer zeitverzögert“, sagt v. Preen. Er rechnet außerdem damit, dass sich die Einstiegsgehälter ebenfalls deutlich nach unten entwickeln werden.

Aktuell verdient ein Manager auf der obersten Führungsebene beziehungsweise auf der Geschäftsleitungsebene durchschnittlich gut 207.800 Euro im Jahr, eine Führungskraft auf der zweiten Ebene erhält jährlich 132.200 Euro und ein Abteilungsleiter oder Ressortchef auf der dritten Ebene wird mit durchschnittlich 98.700 Euro vergütet.

Geschäftsführer verdienen bis zu einer knappen Million Euro
Die Gehälter der Schweizer Führungskräfte variieren stark: Beispielsweise reichen die in der Studie untersuchten Jahresgesamtgehälter auf der ersten Ebene von 52.600 bis 986.600 Euro, auf der zweiten Ebene liegen die Gehälter innerhalb einer Spanne von 39.5000 bis 328.900 Euro und auf der dritten Ebene zwischen 32.900 Euro und 328.900 Euro. Ungeachtet der breiten Streuung der Gehälter auf den einzelnen Ebenen liegt der Schwerpunkt bei den Führungskräften der ersten Ebene in der Gehaltsklasse von mehr als 145.000 Euro: 68 Prozent erhalten eine Vergütung in dieser Höhe. Bei den Führungskräften der zweiten Ebene liegt der Schwerpunkt zwischen 92.000 und 145.000 Euro (53 Prozent) und auf der dritten Ebene zwischen 53.000 und 92.000 Euro (43 Prozent).

Variable Vergütung wird weiter steigen
Knapp drei Viertel der Schweizer Führungskräfte erhalten derzeit zusätzlich zu ihrem Grundgehalt eine variable Vergütung. Auf der ersten Ebene macht der variable Anteil durchschnittlich 20 Prozent der Gesamtbezüge aus (55.200 Euro), auf der zweiten Ebene sind es 14 Prozent (23.700 Euro) und auf der dritten Ebene noch neun Prozent (9.900 Euro). „Die Neuausrichtung auf nachhaltig, unternehmerisch reagierende Vergütungssysteme wird dazu führen, dass der variable Vergütungsanteil in Zukunft weiter steigt. Bei großen Gesellschaften ist der Anteil bei bereits mehr als 50 Prozent in Spitzenpositionen angekommen. Das führt dazu, dass die Gesamtvergütung entsprechend stärker atmen kann“, sagt Vergütungsexperte Alexander v. Preen.

Immer mehr erhalten Firmenwagen
Trotz der Sparmaßnahmen angesichts der Krise steht mehr Führungskräften ein Firmenwagen zur Verfügung als im Vorjahr: Auf der ersten Ebene sind es sogar zehn Prozentpunkte mehr als 2008. „Dieses Phänomen ist unter anderem dadurch zu erklären, dass im vergangenen Jahr viele Schweizer Firmen Manager aus dem europäischen Ausland angeworben haben. Dazu haben sie sich den in diesen Ländern üblichen Benefits-Paketen angepasst, zu denen häufig ein Firmenwagen gehört“, sagt v. Preen.

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