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20. Februar 2009

Offener Brief der Zeitarbeitsbranche an Bundeskanzlerin Merkel

Mit einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages reagiert jetzt der Interessenverband Deutscher zeitarbeitsunternehmen (iGZ) auf die anhaltende Koalitionsdiskussion um eine Lohnuntergrenze im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und appelliert darin, faire soziale Mindeststandards in der Zeitarbeitsbranche zu schaffen.

In dem von der iGZ-Bundesvorsitzenden Ariane Durian und dem iGZ-Bundesgeschäftsführer RA Werner Stolz unterzeichneten Brief heißt es unter anderem: „Die Zeitarbeit kann die Hoffnungen, die Arbeitgeber und vor allem auch Arbeitnehmer in sie setzen, nur dann dauerhaft erfüllen, wenn sie gute Arbeitsbedingungen bietet, die Sozialpartnerschaft mit den Gewerkschaften funktioniert und die gesellschaftspolitische Akzeptanz gegeben ist. Faire Löhne sind dabei ein zentraler Baustein. wenn 2011 die volle EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt, erwarten wir eine weitere Verschlechterung der Löhne und Arbeitsbedingungen für viele Zeitarbeitskräfte in Deutschland. Als Gesetzgeber haben Sie jetzt die Verantwortung, das zu verhindern.

Schaffen Sie eine klare, allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze, die sich an den unteren Grundentgelten in allen Flächentarifverträgen orientiert (7,35 € im Westen / 6,36 € im Osten). Diese Maßnahme würde endlich Schluss machen mit einer Vielzahl von unfairen Absenkungs- bzw. Öffnungsklauseln zum Nachteil der Zeitarbeitskräfte, die von diesen Niedrigst­ löhnen nicht ohne staatliche Hilfen auskömmlich leben können.

Die Einführung einer angemessenen Lohnuntergrenze wäre ein Beitrag, den guten Ruf der Branche zu festigen und „Schwarze Schafe" auszugrenzen. Ständige Lohnunterbietungswettbewerbe kann niemand wollen - am wenigsten die Unternehmen, die im weltweiten Wettbewerb auf Flexibilität und motivierte Mitarbeiter angewiesen sind.“

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