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24. Juli 2008

Personaler setzen auf Arbeitgeberattraktivität

Rekrutierung und die Verbesserung der Führungs- und Managementqualität haben bei deutschen Personalentscheidern Priorität. Verglichen mit den Vorjahren haben 2008 besonders die Themen Arbeitgeberattraktivität und Personalmarketing an Bedeutung gewonnen. Dies sind Ergebnisse der Kienbaum-Studie „HR-Klimaindex 2008“, zu der mehr als 190 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden. Ziel der jährlich durchgeführten Studie ist es, die Top-Themen und Aufgabenfelder innerhalb der Personalarbeit zu erfassen und die Bedeutung und Entwicklung der HR-Bereiche zu ermitteln. „Die Ergebnisse verdeutlichen, dass in den Unternehmen zunehmend auf den ‚Dreiklang’ von effizientem Prozessmanagement, der Definition einer klaren und einzigartigen Employee Value Proposition (EVP) und der effektiven Gestaltung der Kommunikationswege zu potentiellen Arbeitnehmern gesetzt wird, um den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern nachhaltig zu sichern und sich im Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte als attraktives Unternehmen zu etablieren“, sagt Paul Kötter, Gesamtverantwortlicher der Studie bei der Managementberatung Kienbaum.

Personalabteilungen: Wachsende Bedeutung, gleichbleibende Ressourcen

Die Bedeutung von HR steigt weiter. Knapp die Hälfte der von Kienbaum befragten HR-Verantwortlichen bescheinigt der Personalarbeit in 2008 eine zunehmende Wichtigkeit. Ein Ergebnis, dass laut Kötter „vor dem Hintergrund der personalseitigen Herausforderungen, die sich beispielsweise aus der demografischen Entwicklung und dem zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchskräfte ergeben, nicht überrascht“. Diese zunehmende Bedeutung schlägt sich jedoch wie in den Vorjahren nur teilweise in den Kapazitäten der Personalabteilungen nieder: Nur in gut 40 Prozent der Unternehmen wurde das HR-Budget erhöht. Bei der Anzahl der Beschäftigten im HR-Bereich erwartet die Mehrzahl der Unternehmen (61 Prozent) keine Veränderung zum Vorjahr. „Die Tatsache, dass die Personaler der zunehmenden Bedeutung ihrer Arbeit weiterhin mit überwiegend unveränderten Ressourcen gerecht werden müssen, zwingt sie wie in der Vergangenheit die Effizienz der Organisation weiter voran zu treiben“, sagt Paul Kötter.

Prozessoptimierung weiter im Vordergrund

Die Optimierung der Personalprozesse ist für mehr als ein Fünftel aller Befragten die Hauptaufgabe des HR-Bereichs, gefolgt von der Kompetenzentwicklung der Personalmitarbeiter (13 Prozent) und der Steigerung der internen Kundenzufriedenheit (zehn Prozent). Wie in der Vergangenheit wird dem Outsourcing nur eine geringe Bedeutung beigemessen. Unterschiede in den Prioritäten zeigen sich in der Betrachtung der einzelnen Wirtschaftszweige: Im produzierenden Gewerbe und in Handelsunternehmen hat die Internationalisierung der Personalarbeit Priorität. Im Finanzbereich legen die HR-Experten dagegen einen stärkeren Fokus darauf, die Wertschöpfung durch Kennzahlen zu erhöhen. Eine vergleichsweise höhere Bedeutung kommt innerhalb der Dienstleistungsunternehmen der internen Kommunikation zu.

Positionierung der HR-Bereiche: Stagnation auf hohem Niveau

Bei der Aufgabe, den Personalbereich als ‚Ansprechpartner auf Augenhöhe’ des Managements zu positionieren, sehen sich die HR-Verantwortlichen überwiegend auf einem guten Weg. Mehr als 60 Prozent der HR-Verantwortlichen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen ihren Bereich als Business Partner des Management wahrgenommen. Dieser Wert stagniert allerdings seit drei Jahren. Verbesserungspotential gibt es hier also ebenso wie bei der Präsenz in strategischen Projekten und Initiativen: Jeder vierte Befragte bescheinigt die Beteiligung des Personalbereichs in 40 Prozent der Strategie-Projekte, jeder Fünfte nur bei 20 Prozent. „Diese Beteiligung zu erhöhen muss Ziel der HR-Verantwortlichen sein, um auch bei der Wahrnehmung als Business Partner weitere Fortschritte zu verzeichnen“, sagt Paul Kötter.

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