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11. August 2011

Positive Entwicklung des Ausbildungsmarkts

Immer weniger Jugendliche bleiben bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zunächst erfolglos. 2005 waren noch über 417.600 Jugendliche von dem „Übergangssystem“ betroffen, in 2010 waren es 22,5% weniger, also „nur“ noch etwa 323.700. Das ergab das Projekt Integrierte Ausbildungsberichterstattung iABE, das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gefördert wird. Das BIBB findet diese Tendenz grundsätzlich positiv, Prof. Dr. Hubert Esser, Präsident des BIBB, weist jedoch auch auf die Konsequenzen hinsichtlich des am 1. August gestarteten neuen Lehrjahrs hin: „Wenn diese Zahl weiter sinken soll, muss die Wirtschaft im Zuge der in Kürze beginnenden Nachvermittlungsaktion alles daran setzen, dass die noch offenen Ausbildungsstellen besetzt werden.“ Dabei müssten alle Potenziale genutzt werden, Ausbildungswillige und ausbildungsfähige Jugendliche gehörten nicht in „Warteschleifen“ des Übergangs, sondern müssten gerade mit Blick auf die demographische Entwicklung für den betrieblichen Fachkräftebedarf der Zukunft qualifiziert werden, so Esser.

Zudem ruft Esser Bund und Länder dazu auf, „an einem Strang zu ziehen“ im Hinblick auf die dringend gebotene Verbesserung des Übergangsmanagements und dahingehend den „Förderdschungel zu lichten“: Die unüberschaubare Vielfalt der Angebote müsse reduziert und auf die Jugendlichen konzentriert werden, für die die Maßnahmen des Übergangsmanagements auch sinnvoll seien. Esser unterstützt dabei den so genannten Bildungsketten-Ansatz des Bundes und fordert Bund und Länder dazu auf, diesen gemeinsam umzusetzen.

Aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge und der Abschaffung der Wehrpflicht kommt es in Deutschland in diesem Jahr zu einer stark erhöhten Zahl der Bewerber auf dem Ausbildungsmarkt. Esser empfiehlt, diese Bewerberspitzen für die Rekrutierung von künftigen Fach- und Führungskräften in den Unternehmen zu nutzen. Er legt den Jugendlichen und Eltern nahe, sich intensiv über die bestehenden Möglichkeiten zu informieren, denn „die duale Berufsausbildung bietet gerade auch für Abiturienten attraktive Alternativen zu einem Studium“. Dafür müssten aber auch die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze entsprechend hoch sein, sonst drohe ein „Verdrängungswettbewerb“ unter den Bewerbern, wobei die weniger qualifizierten Jugendlichen benachteiligt würden. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Ausbildungsplätze aber erfreulicherweise um 40.000 gestiegen. Darunter auch 17 neue bzw. modernisierte Ausbildungsberufe:

  • Augenoptiker/in
  • Bootsbauer/in
  • Buchbinder/in
  • Buchhänder/in
  • Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice
  • Fachkraft für Lederverarbeitung
  • Mechatroniker/in
  • Mediengestalter/in Flexografie
  • Medientechnologe/-in Druck
  • Medientechnologe/-in Druckverarbeitung
  • Medientechnologe/-in Siebdruck
  • Packmitteltechnologe/in
  • Schifffahrtskaufmann/-frau
  • Technischer Produktdesigner/in
  • Technischer Systemplaner/in
  • Textilgestalter/in im Handwerk
  • Tourismuskaufmann/-frau (Kaufmann/-frau für Privat- und Geschäftsreisen)
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