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12. August 2009

Qualitätssiegel Zeitarbeit: Bundesweite Nachfrage steigt

Seine Mitarbeiter im Osten der Republik nach West‐Tarif zu bezahlen, ist eine Selbstverständlichkeit für Claus Boysen, den Geschäftsführer der Flensburger ASS Personalservice GmbH. Sein Unternehmen wurde unlängst als erstes in Schleswig‐Holstein mit dem Qualitätssiegel Zeitarbeit ausgezeichnet. „SS bezahlt und betreut seine Mitarbeiter vorbildlich. Hier werden Standards gesetzt, die deutlich über die tariflich vereinbarten Anforderungen hinausgehen“ erklärt Norbert Fuhrmann, Geschäftsführer der Initiative Qualitätssiegel Zeitarbeit (IQZ) im Anschluss an die Überprüfung des Unternehmens.

Nachfrage nach unabhängiger Zertifizierung steigt

Der norddeutsche Personaldienstleister ist eines von mittlerweile 20 Unternehmen, die sich für eine Zertifizierung durch die IQZ angemeldet haben. „Wir merken, dass die Nachfrage nach dem Qualitätssiegel deutlich steigt. Bei vielen Zeitarbeitsfirmen herrscht auf Grund der andauernden Negativschlagzeilen über falsche Eingruppierungen oder unsichere Tarifverträge, Erklärungsnot gegenüber den Auftraggebern“, attestiert Fuhrmann.Bundesweit lägen daher über 50 Anfragen mittelständischer Personaldienstleister vor.

Harte und weiche Kriterien

Während die ausschließliche Anwendung von DGB‐Tarifverträgen, die korrekte Eingruppierung oder die Gewährung übertariflicher Leistungen zu den „harten“Kriterien für eine Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel Zeitarbeit gehören, ist die Erfüllung der „weichen“ Kriterien, wie etwa die Durchführung regelmäßiger Mitarbeiterbeurteilungen oder Weiterbildungsangebote zwar wünschenswert aber im ersten Schritt nicht zwingend notwendig. „Das Qualitätssiegel wird für die Dauer eines Jahres verliehen. Im Rahmen der Zertifizierungsnachschau im Folgejahr, wird dann auch die Einhaltung der „weichen“Kriterien in die Beurteilung des Unternehmens einbezogen“ erklärt Fuhrmann.

Gewerkschaftsunterstützung soll ausgedehnt werden

Stefan Schaumburg, Tarifsekretär der IG Metall im Bezirk Frankfurt begrüßt die freiwillige Zertifizierung der Zeitarbeitsunternehmen: „Im vergangenen Jahr haben sich hunderte Personaldienstleister über das Fairnessabkommen zu Arbeits‐ und Entlohnungsbedingungen bekannt, die Leiharbeiter besser stellen als in den Flächentarifverträgen geregelt. Durch eine Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel Zeitarbeit können sie nun verbindlich nachweisen, ob sie diese Verpflichtungserklärung auch einhalten.“Während die IG Metall ihre Geschäftsstellen und Betriebsräte im Bezirk Frankfurt bereits dazu anhält Zeitarbeitsunternehmen mit Qualitätssiegel bei einer möglichen Auftragsvergabe bevorzugt zu behandeln, erarbeiten Vertreter von IQZ und Gewerkschaft derzeit ein Konzept wie „diese Zusammenarbeit kurzfristig bundesweit forciert werden kann“ so Fuhrmann.

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