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18. Dezember 2007

Schlechte Weiterbildungsstrategie verstärkt Fachkräftemangel

In Deutschland fehlen 25.000 Ingenieure und die Unternehmen beklagen dadurch nicht die günstige Wirtschaftslage ausnutzen zu können. Doch dieses Problem ist hausgemacht, wie eine vom VDI Wissensforum in Auftrag gegebene Studie zeigt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Potential der eigenen Fachkräfte falsch eingeschätzt und nicht genügend gefördert wird.

Für die eigenen Fachkräfte werden nur selten Weiterbildungsmaßnahmen angeboten und eine Weiterbildungsstrategie fehlt gänzlich. Es gibt vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen keine gezielte Personalentwicklung. Wenn Fachkräfte weitergebildet werden, dann in eine Richtung, die nicht oder nur zufällig für zukünftigen Anforderungen fit macht.

Was fehlt ist die Kommunikation zwischen den Betriebsteilen. So können Personaler oft nicht einmal auf ein Anforderungsprofil für eine Position oder einen Karriereweg zurückgreifen. Eine solche Personalentwicklung ins Blaue hinein ist verschwendetes Geld. "Mindestens fünf Prozent der Arbeitszeit muss für die Weiterqualifikation der Mitarbeiter aufgewendet werden", fordert VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. "Bedingt durch den demografischen Wandel kommen nicht genügend hoch qualifizierte Kräfte nach. Somit muss in den bestehenden Mitarbeiterstamm investiert werden. Insgesamt können und müssen auch die Ingenieure selbst aktiv sein", nimmt Fuchs die Ingenieure in die Pflicht, eigeninitiativ notwendige Weiterbildungsmaßnahmen einzufordern. "Im eigenen Interesse sollten sie auch bereit sein, privat Geld und Zeit in Weiterbildung zu investieren, wenn es nicht anders geht. Denn unabhängig von der momentanen Situation gilt für alle Ingenieure: Nur lebenslanges Lernen sichert eine lebenslange Beschäftigung."

Viele Ingenieure brauchen nach eigenen Angaben in der täglichen Arbeit EDV-Kenntnisse (92 Prozent), Präsentationssicherheit (81 Prozent), betriebswirtschaftliche Kenntnisse (65 Prozent), Kenntnisse bezüglich Rechtsfragen (61 Prozent) oder auch Spezialwissen aus anderen Fachgebieten (57 Prozent), wozu jeweils kein ausreichendes Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen vorliegt. 

"Dabei lohnt sich die Förderung der angestellten Ingenieure besonders. Sie sind nämlich sehr treue Seelen. Wenn sie gefördert und gefordert werden, verlassen sie die Unternehmen sehr selten", so Timo Taubitz Geschäftsführer des VDI Wissensforums. Die Befragten bleiben durchschnittlich 14 Jahre bei einem Unternehmen. Damit ist die Fluktuation der befragten Fachkräfte gering. Dies macht eine zielgerichtete Investition in die Weiterbildung dieser Fachkräfte für Unternehmen noch attraktiver, denn die Ivestitionen bleiben mit dem Arbeitnehmer für eine lange Zeit im Unternehmen. Die Angst vor einer Kündigung nach kostspieligen Weiterbildungen ist demnach von seiten der Unternehmen bei Ingenieuren weitgehend unbegründet.

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