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12. April 2013

Stimmung auf dem Weiterbildungsmarkt positiv

In der Weiterbildungsbranche herrscht eine positive wirtschaftliche Stimmung, welche auch im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben ist. Das belegt nun die wbmonitor-Umfrage 2012 des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE). BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser erklärt: „Die gute Wirtschaftslage bringt einen hohen Qualifizierungsbedarf mit sich. Die Unternehmen investieren zu Recht in Weiterbildung, um ihren Fachkräftebedarf zu sichern.“ Doch nicht alle Teilbereiche der Weiterbildung werden gleichermaßen stark frequentiert: Anbieter, die hauptsächlich durch Arbeitsagenturen finanziert werden, berichten von gesunkenen Einnahmen und anhaltend negativem Wirtschaftsklima.

Der durch die Umfrage ermittelte wbmonitor-Klimawert lag 2012 bei +25 für alle Anbieter und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um zwei Punkte gestiegen. Überwiegend betrieblich finanzierte Anbieter weisen mit +62 ein hervorragendes wirtschaftliches Klima auf und profitieren von anhaltend hohen Weiterbildungsinvestitionen ihrer Kunden. Bei den von Kommunen, Bund, Ländern und/oder EU überwiegend öffentlich finanzierten Anbietern steigerte sich der Klimawert um 15 Punkte auf +23. Überwiegend durch Teilnehmende finanzierte Anbieter erreichen erneut einen positiven Wert von +37.

Im Gegensatz dazu befinden sich die bereits genannten Anbieter, die hauptsächlich durch die Arbeitsagenturen finanziert werden, trotz einer leichten Klimaverbesserung auch 2012 in einem Tief von -20. Esser erklärt: „Vor dem Hintergrund der prognostizierten Fachkräfteengpässe ist das bedenklich. Es gilt, auch die Qualifikationspotenziale Arbeitsloser bestmöglich auszuschöpfen, um die Versorgung der Wirtschaft mit Fachkräften sicherzustellen.“

Die negative Stimmungslage der überwiegend von Arbeitsagenturen finanzierten Anbieter korrespondiert mit Angaben über gesunkene Einnahmen, der Erwartung eines Personalabbaus, insbesondere bei befristet Beschäftigten, sowie mit einem Bedeutungsverlust dieses Hauptfinanzgebers. Waren 2008 noch 19% aller Weiterbildungseinrichtungen überwiegend durch Arbeitsagenturen finanziert, ist deren Anteil auf aktuell 14% gesunken.

Mit der wbmonitor-Umfrage 2012 wurden erstmalig repräsentative Daten aus Anbietersicht zum Thema „Weiterbildung und Behinderung“ gewonnen. Die Ergebnisse zeigen, dass noch erhebliche Anstrengungen zur Verwirklichung des Anspruchs erforderlich sind, inklusive Bildung für alle anzubieten.

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