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20. September 2007

OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" unterstreicht die Bedeutung der Migranten

Die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" 2007 unterstreicht nach Einschätzung der Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, die Bedeutung der Sprach- und Bildungsförderung für Migrantinnen und Migranten. „Wir müssen insbesondere für die zweite und dritte Generation aus Zuwandererfamilien Chancengleichheit bei Bildung und Ausbildung sicherstellen“, betonte Böhmer.

Der Studie zufolge besteht besonderer Handlungsbedarf bei Schülerinnen und Schülern, deren Eltern zugewandert sind, die selbst aber in Deutschland geboren wurden. Diese schneiden im Vergleich zu Schülerinnen und Schülern ohne Migrationshintergrund noch immer deutlich schlechter ab. Selbst zugewanderte Schülerinnen und Schüler hingegen bringen deutlich bessere Schulleistungen.
 
"Gute Kenntnisse der deutschen Sprache sind die Voraussetzung für schulischen Erfolg", unterstrich Böhmer. "Die im Nationalen Integrationsplan getroffene Vereinbarung, in den Ländern flächendeckend Sprachtests und Sprachförderung vor der Einschulung einzuführen, ist ein wichtigen Beitrag, damit Kinder aus Zuwandererfamilien von Anfang an dem Unterricht gut folgen können." Böhmer verwies zugleich auf die Selbstverpflichtung des Bundes, die Zahl der Schulabbrecher deutlich zu senken. Auch der vom Bund geförderte Ausbau von Ganztagsschulen komme – wie in der OECD-Studie hervorgehoben wird - insbesondere Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund zugute. "Im Nationalen Integrationsplan wurde vereinbart, dass Sprach- und Integrationsförderung in allen Fächern und allen Schulformen erfolgen muss und dass die Lehrerinnen und Lehrer entsprechend zu qualifizieren sind. Die OECD-Studie bestätigt, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind", fügte die Staatsministerin hinzu.
 
Als erfreulich bezeichnete Böhmer, dass Deutschland nach den USA und Großbritannien innerhalb der OECD das beliebteste Land für ausländische Studierende sei. 10 Prozent aller Studierenden, die nicht in ihrem Heimatland studieren, besuchen der OECD-Studie zufolge eine deutsche Hochschule. Der Anteil ausländischer Studierender in Deutschland ist von 1998 bis 2005 um ein Drittel von 8,2 auf 10,6 Prozent gestiegen. "Die Investitionen unseres Bildungssystems in ausländische Studierende sollten sich auch mit Blick auf den mittelfristig erwartbaren Fachkräftemangel lohnen. Wir müssen mehr ausländische Hochschulabsolventen dafür gewinnen, nach dem Studium eine Arbeit in Deutschland aufzunehmen", sagte die Staatsministerin. Mit dem Beschluss des Kabinetts von Meseberg, ausländischen Absolventen deutscher Hochschulen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern, habe die Bundesregierung hier einen wichtigen Schritt getan.
 
"Vor allem aber müssen wir das Potenzial der klugen Köpfe in unserem Land besser ausschöpfen – sowohl zu deren eigenem Wohl als auch zum Wohle unseres Landes. Wir müssen mehr Jugendliche aus Zuwandererfamilien dafür gewinnen, ein Studium aufzunehmen", ergänzte Böhmer. Ein abgeschlossenes Studium erhöht der OECD-Studie zufolge die Chancen auf Beschäftigung und schafft deutliche Einkommensvorteile. "Beschäftigung und ein gutes Einkommen sind wichtige Voraussetzungen für eine gelungene Integration", so die Staatsministerin.

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