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7. Februar 2012

Ungelernte Erwerbstätige sind Leidtragende des demographischen Wandels

Ungelernte Beschäftigte haben es ohnehin schon schwerer als ausgebildete Fachkräfte. Meist sind sie in geringfügigen und somit oft auch in prekären Beschäftigungsverhältnissen anzutreffen. Außerdem sind sie meist in nur wenigen Berufsfeldern tätig. Das stellte nun das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zur Situation ungelernter bzw. geringqualifizierter Erwerbstätiger fest. Der andauernde Abbau von Arbeitsplätzen verschärft zudem die Erwerbssituation der Ungelernten. Sie tragen ein dreifach höheres Arbeitslosigkeitsrisiko als Fachkräfte. Der demographische Wandel wird ihre Situation nach Meinung des BIBB noch zusätzlich erschweren.

Zu den Daten: Rund 5,3 Millionen Menschen in Deutschland gelten als „formal nicht qualifiziert“, dies teilt sich fast gleichmäßig auf Frauen wie auf Männer auf. 75% von ihnen haben eine Real- oder Hauptschulabschluss, 12% eine Studienberechtigung, die übrigen verfügen über keinen Schulabschluss. 2,2 Millionen der Ungelernten sind zwischen 20 und 34 Jahre alt, 1,2 Millionen von ihnen waren erwerbstätig.

Die Berufsfelder, auf die sich die Ungelernten konzentrieren, sind das Gastgewerbe (11,5%), das Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen (11,2%), der Einzelhandel (10,8%), die „Erbringung wirtschaftlicher Dienstleistungen“ (9,8%) und das Baugewerbe (5,5%). Die Quote der geringfügig Beschäftigten beträgt (17,7%). Zum Vergleich: bei den ausgebildeten Fachkräften beträgt sie 5,4%.

Zu Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs muss laut Aussage von BIBB-Präsident Esser der Anteil der Ungelernten an der Erwerbsbevölkerung nachhaltig gesenkt werden. Er erläutert: „Etwa jeder siebte Erwerbstätige hat keinen beruflichen Abschluss. Hier liegen große Potenziale brach, die es zu fördern gilt. Die Qualifizierung dieser Zielgruppe ist die große Herausforderung für die Aus- und Weiterbildung.“ Dazu sollen die vorhandenen oder informell erworbenen Fähigkeiten der Ungelernten erfasst werden, um systematisch eine Qualifizierung darauf aufzubauen. „Angesichts der Vielfalt und Unterschiedlichkeit dieser Zielgruppe sind flexible Qualifizierungsangebote erforderlich, die einen niedrigschwelligen Einstieg erlauben und bis zu einem anerkannten Berufsabschluss führen können“, so Esser.

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