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9. Oktober 2009

Unqualifizierte Lebensläufe

Zwischen Anforderungsprofil und tatsächlichen Qualifikationen klafft bei vielen Bewerbern eine große Lücke. So sehen sich Personalverantwortliche bei der Besetzung vakanter Stellen häufig Kandidaten gegenüber, denen das geforderte Knowhow fehlt. Dies ist ein Ergebnis der neuen Studie Workplace Survey 2009, für die der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half über 6.000 Personal- und Finanzmanager in 20 Ländern befragt hat. Die Workplace Survey wird jährlich durchgeführt und informiert über Trends auf dem Arbeitsmarkt für das Finanz- und Rechnungswesen.

Personalverantwortliche müssen beim Sichten von Bewerbungsunterlagen viele Mappen gleich bei Seite legen. So monieren die an der Workplace Survey 2009 teilnehmenden deutschen Finanz- und Personalmanager, dass 36 Prozent der eingehenden Bewerbungen von Jobsuchenden stammen, die nicht über die nötigen Qualifikationen verfügen. Über ein Drittel der Befragten sind sogar der Meinung, dass mehr als die Hälfte der Kandidaten nicht dem Anforderungsprofil entsprechen.

In vielen Personalabteilungen stellt sich das Problem der unqualifizierten Bewerbungen momentan allerdings nicht. So planen aktuell nur elf Prozent der deutschen Unternehmen, ihre Belegschaft zu vergrößern. Die große Mehrheit von über zwei Drittel der Firmen möchte zur Zeit keine personellen Veränderungen vornehmen, während 16 Prozent der Personalverantwortlichen sich gezwungen sehen, Personal abzubauen. Damit macht sich die weltweite Wirtschaftskrise deutlich bemerkbar: Im Vorjahr wollten noch 16 Prozent der Befragten ihr Team verstärken und lediglich vier Prozent mussten Angestellte entlassen.

Wachstum in der Krise

Erfreulicherweise macht sich die ökonomische Flaute noch nicht in allen Geschäftsbereichen des Finanz- und Rechnungswesens bemerkbar. So sagt mehr als ein Drittel der Befragten, die momentan Einstellungen planen, dass diese aufgrund eines Unternehmenswachstums nötig seien. Weitere Rekrutierungsgründe sind gestiegene Arbeitsvolumina (26 Prozent) und regulative Anforderungen (17 Prozent).

Schrumpfkur für Unternehmen

Abweichungen vom internationalen Durchschnitt gibt es auch bei der Art und Weise, wie deutsche Unternehmen Personal abbauen und warum sie das tun. Die Hälfte der befragten Manager reduziert die Belegschaft, indem sie Mitarbeiter, die in Pension gehen oder die Firma von sich aus verlassen, nicht mehr ersetzen. Gut ein Viertel der Befragten muss Angestellte entlassen, weil Budgetkürzungen verhängt wurden und in 13 Prozent der Fälle führten Unternehmenszusammenschlüsse und Zukäufe zu einer verringerten Mitarbeiterzahl. International stehen gekürzte Budgets ganz oben auf der Liste der Gründe, warum Firmen schrumpfen. Auf den weiteren weltweiten Plätzen folgen vakante Stellen, die nicht mehr besetzt und abgeschlossene Projekte, nach denen die Fachkräfte nicht mehr benötigt werden.

„Angesichts der Wirtschaftskrise ist es nicht verwunderlich, dass heute weniger Unternehmen Mitarbeiter einstellen wollen“, bewertet Sven Hennige, Managing Director Central Europe bei Robert Half International, die Ergebnisse der Studie. „Dies macht es für Jobsuchende natürlich schwierig, eine neue Stelle zu finden. Dennoch sollten sie bei ihren Bewerbungen stets genau prüfen, ob sie dem geforderten Qualifikationsprofil entsprechen. Anderenfalls riskieren sie nur Enttäuschungen.“

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