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23. Oktober 2012

Wie teuer sind aufgelöste Ausbildungsverträge?

Die vorzeitige Auflösung eines Ausbildungsvertrages geht immer mit einem Verlust von Ressourcen einher – sowohl personeller als auch finanzieller Natur. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlichte nun erstmals konkrete Zahlen, wie teuer ein solch aufgelöster Ausbildungsvertrag tatsächlich ist. Demnach fallen im Schnitt rund 6.826 Euro Nettokosten bis zur Vertragsauflösung an.

Das BIBB untersuchte dabei unterschiedliche Berufe und Branchen im Jahr 2007. Hochgerechnet auf alle betroffenen Betriebe fielen für dieses Jahr rund 580 Millionen Euro an. Auf die Gesamtwirtschaft bezogen war der Schaden jedoch geringer, da etwa die Hälfte dieser Auszubildenden nach der Vertragsauflösung einen anderen Ausbildungsplatz angenommen haben. Dadurch profitieren diese Azubis von der bisher genossenen Ausbildung, ihre neuen Betriebe konnten auf dem aktuellen Ausbildungsstatus aufbauen und hatten somit insgesamt einen geringeren finanziellen Aufwand.

Das BIBB zog für seine Berechnungen 51 Berufe aus allen Branchen hinzu. Hier lag die Quote der Vertragsauflösungen bei 20,5%. Im Schnitt wurde die vorzeitige Auflösung nach 12 Ausbildungsmonaten vorgenommen. Die Handwerksberufe hatten die höchste Auflösungsquote (25%), die Berufe des Öffentlichen Dienstes die niedrigste (7%). In den Freien Berufen wurden die Verträge im Durchschnitt schon nach etwa 10 Monaten gelöst, in den landwirtschaftlichen Berufen dagegen nach rund 15 Monaten.

Betrachtet man die Nettokosten für vorzeitige Vertragslösungen nach Branchen, so ergeben sich deutliche Unterschiede. Im Öffentlichen Dienst sowie im Zuständigkeitsbereich Industrie und Handel liegen sie bei rund 7.700 Euro, in den Freien Berufen dagegen bei knapp 3.200 Euro. Große Unterschiede treten auch bei der Betrachtung der jeweiligen Berufe zutage. So liegen die Nettokosten für Vertragslösungen bei den Berufen Werkzeugmechaniker/-in, Industriemechaniker/-in, Anlagenmechaniker/-in, Chemikant/-in sowie Drucker/-in bei jeweils über 15.000 Euro. Bei den Berufen Zahnmedizinische/-r Fachangestellte/-r, Medizinische/-r Fachangestellte/-r und Friseur/-in belaufen sich die Kosten dagegen nur auf rund 2.100 Euro. Am Ende der Skala der 51 untersuchten Berufe liegt der Bäcker/die Bäckerin mit Nettokosten von knapp 1.000 Euro.

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